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Freitag, 8. Juli 2011
Yoga for Wine Lovers
foodcoach, 16:18h
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"Tierwohl", das neue Pro-Label für Schlachttiere
foodcoach, 15:04h
(...)"Der Deutsche Tierschutzbund will ein Siegel für besonders tierfreundlich erzeugte Fleisch-, Eier- und Milchprodukte vergeben. "Mit dem Label sollen zukünftig Produkte tierischen Ursprungs gekennzeichnet werden, bei denen Tierschutzstandards weit über den gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden", teilte Deutschlands größte Tierschutzorganisation mit.
So ließe sich das Leben vieler Tiere verbessern. Ab Herbst solle das Siegel für Schweine- und Hühnerfleisch verfügbar sein.
(...)aus Tierschutzsicht macht das neue Siegel Kompromisse. Denn das Label wird es auch in einer laxeren "ersten Stufe" geben: Die schreibt zwar laut Tierschutzbund beispielsweise vor, dass der Stall mehr Platz und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten bietet als gesetzlich verlangt. Zusätzlich wird es verboten sein, die Schwänze der Tiere zu stutzen oder Mastschweine ohne Betäubung zu kastrieren. Aber nur Stufe zwei des Labels verlangt Auslauf im Freien und so viel Platz im Stall, dass Expertin Drossé weitgehend zufrieden ist. Immerhin gilt die Regel: Wer die erste Labelstufe anbieten möchte, muss auch Produkte aus Stufe zwei führen. Drossé bezeichnet Stufe eins als "Einstiegslabel".
HIER klicken, um den kompletten taz-Artikel zu lesen.
So ließe sich das Leben vieler Tiere verbessern. Ab Herbst solle das Siegel für Schweine- und Hühnerfleisch verfügbar sein.
(...)aus Tierschutzsicht macht das neue Siegel Kompromisse. Denn das Label wird es auch in einer laxeren "ersten Stufe" geben: Die schreibt zwar laut Tierschutzbund beispielsweise vor, dass der Stall mehr Platz und mehr Beschäftigungsmöglichkeiten bietet als gesetzlich verlangt. Zusätzlich wird es verboten sein, die Schwänze der Tiere zu stutzen oder Mastschweine ohne Betäubung zu kastrieren. Aber nur Stufe zwei des Labels verlangt Auslauf im Freien und so viel Platz im Stall, dass Expertin Drossé weitgehend zufrieden ist. Immerhin gilt die Regel: Wer die erste Labelstufe anbieten möchte, muss auch Produkte aus Stufe zwei führen. Drossé bezeichnet Stufe eins als "Einstiegslabel".
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Dienstag, 14. Juni 2011
Achtung, hier spricht das Stammhirn.
foodcoach, 12:33h
Bei Spiegel steht ein wirklich toller Bericht über die von Eltern oft als Terror wahrgenommene Ernährung der Kleinen. Sie haben ihre Gründe, vieles erst einmal abzulehnen, und auch ich stehe bei meinen Food-Camps für die Kleinen oft vor einer geballten Wand. Oder sollte ich sagen "stand"? Ich habe es irgendwann begriffen, und sofort aufgehört mit einer zugegeben leicht verspannten Engelszunge immer wieder vor den verschlossenen Mündern zu wiederholen, dass so ein Fitzel Petersilie echt lecker sein kann, in der ansonsten geliebten Nudelsauce.
Statt dessen bin ich dazu übergegangen, "Wer X nicht essen möchte, muss nicht" zu Antworten, kaum kommt der erste "DAS esse ich nicht!" Aufschrei aus der kleinen Meute. Dann gucke ich mir ein Kind aus, welches a) nicht direkt mit gebrüllt hat, dass es X auch nicht mag, b)generell offen und neugierig und c) im besten Fall ein guter Esser ist. Mit dem fange ich beim kochen an, Lebensmittel X zu probieren. Und das macht man als Erwachsener ohne Druck, nebenbei, und dabei aber mit genussvollen Geräuschen unterlegt. Dann kommen mindestens zwei weitere Kinder, die das jetzt auch probieren möchten. Am Ende haben im Schnitt von zehn Kindern acht das Lebensmittel X probiert und für okay befunden. Auch wichtig: Die Kinder, welche es nicht probiert haben, einfach in Ruhe lassen. Nicht vor der Gruppe lauthals bedauern, dass es doch schon sehr sehr schade wäre, dass es das nicht probiert hätte usw. Das erhöht nur die Frustration und den Druck, und das Kind macht beim nächsten Mal noch schneller zu.
Bei mir dürfen Kinder (und ich habe 4 bis 8-jährige in den Gruppen, also genau die schwierigste Phase der Schlechtesser) sehr viel ausprobieren und selbst machen, egal wie das Essen am Ende aussieht. Hauptsache, sie haben es selbst geschafft, allein das macht ihnen Lust aufs Essen. Bei mir dürfen Kinder zwischendrin naschen. Ich ziehe dann eine pädagogische Augenbraue hoch, und sage "Na na na!", aber mit einem Lächeln. So probieren sie auch mal für sich alleine, haben die taktile Erfahrung, und ganz erhlich: stibitztes Obst schmeckt doch toll! Und zuletzt:
Bei mir dürfen Kinder in Ruhe "Nein" sagen, ohne gegängelt zu werden. Alles darf, nichts muss.
Und jetzt zu dem Spiegel-Artikel, der das ganze Thema schön aufbereitet, Bitte klicken Sie HIER.
Statt dessen bin ich dazu übergegangen, "Wer X nicht essen möchte, muss nicht" zu Antworten, kaum kommt der erste "DAS esse ich nicht!" Aufschrei aus der kleinen Meute. Dann gucke ich mir ein Kind aus, welches a) nicht direkt mit gebrüllt hat, dass es X auch nicht mag, b)generell offen und neugierig und c) im besten Fall ein guter Esser ist. Mit dem fange ich beim kochen an, Lebensmittel X zu probieren. Und das macht man als Erwachsener ohne Druck, nebenbei, und dabei aber mit genussvollen Geräuschen unterlegt. Dann kommen mindestens zwei weitere Kinder, die das jetzt auch probieren möchten. Am Ende haben im Schnitt von zehn Kindern acht das Lebensmittel X probiert und für okay befunden. Auch wichtig: Die Kinder, welche es nicht probiert haben, einfach in Ruhe lassen. Nicht vor der Gruppe lauthals bedauern, dass es doch schon sehr sehr schade wäre, dass es das nicht probiert hätte usw. Das erhöht nur die Frustration und den Druck, und das Kind macht beim nächsten Mal noch schneller zu.
Bei mir dürfen Kinder (und ich habe 4 bis 8-jährige in den Gruppen, also genau die schwierigste Phase der Schlechtesser) sehr viel ausprobieren und selbst machen, egal wie das Essen am Ende aussieht. Hauptsache, sie haben es selbst geschafft, allein das macht ihnen Lust aufs Essen. Bei mir dürfen Kinder zwischendrin naschen. Ich ziehe dann eine pädagogische Augenbraue hoch, und sage "Na na na!", aber mit einem Lächeln. So probieren sie auch mal für sich alleine, haben die taktile Erfahrung, und ganz erhlich: stibitztes Obst schmeckt doch toll! Und zuletzt:
Bei mir dürfen Kinder in Ruhe "Nein" sagen, ohne gegängelt zu werden. Alles darf, nichts muss.
Und jetzt zu dem Spiegel-Artikel, der das ganze Thema schön aufbereitet, Bitte klicken Sie HIER.
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Samstag, 11. Juni 2011
Lesetipp:
foodcoach, 15:58h
"EHEC wurde förmlich gezüchtet"
Die Massentierhaltung ist widernatürlich, die Verbreitungswege völlig unübersichtlich, die Überwachung vorsintflutlich - und nichts ändert sich. "Gehen Sie mal zu Rewe und suchen was Regionales, da finden Sie vielleicht drei Kisten Äpfel", sagt der Autor Hans-Ulrich Grimm. "Das ist lachhaft." Die EHEC-Bakterien seien mit Mais und Kraftfutter förmlich gezüchtet worden.
Ganzes Interview "Die Logik der billigen Lebensmittel" mit
Hans-Ulrich Grimm HIER.
Die Massentierhaltung ist widernatürlich, die Verbreitungswege völlig unübersichtlich, die Überwachung vorsintflutlich - und nichts ändert sich. "Gehen Sie mal zu Rewe und suchen was Regionales, da finden Sie vielleicht drei Kisten Äpfel", sagt der Autor Hans-Ulrich Grimm. "Das ist lachhaft." Die EHEC-Bakterien seien mit Mais und Kraftfutter förmlich gezüchtet worden.
Ganzes Interview "Die Logik der billigen Lebensmittel" mit
Hans-Ulrich Grimm HIER.
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Der beste Werbespot für Bier.
foodcoach, 10:10h
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Freitag, 10. Juni 2011
Wurst wie von Peter, oder "Eine kleine Ode an die Bratwurst"
foodcoach, 15:59h

Dank der aktuellen EHEC-Lage ist der einzig sichere Salatverzehr ja das intensive Ansehen alter Photos von vergangenen Abendessen. Schon ein paar Tage länger liegt mir eine dringende Empfehlung am Herzen, die sich allerdings um die Wurst neben dem Salat dreht, und bei dieser handelt es sich um die beste Bratwurst in ganz Düsseldorf.
Handwerk in seiner besten Form, ausgeführt von Peter Inhoven und seinem Team. Es gibt verschiedene Geschmacksrichtungen, wo wirklich für jeden etwas dabei ist. Und es sind nicht einfach nur gewürzte Bratwürste, das wäre ja zu einfach. Peter Inhoven lässt in seine Würste seine gesammelte Kreativität und Neugier einfließen, und so gibt es Würste wie die "Transsylvanische" die an Blutwurst erinnert, die chilige "Shanghai-Tiger", Wurst "Politbüro" enthält Rote Beete und es gibt alte Bekannte wie die spanische "Chorizo", italienische mit frischem Fenchel (mein Favorit), marokkanische Wurst, Wurst mit Killepitsch, Wurst mit Altbier, Spätburgunder, Trüffeln -
Das Angebot wechselt mit greifbaren Lebensmitteln, man lässt sich also entweder überraschen, oder ruft kurz an und geht auf Nummer sicher.
Ich bin der Metzgerei Inhoven übrigens schon seit quasi immer verbunden, da ich um die Ecke aufwuchs, Peter und ich uns als Kinder schon die Förmchen um die Ohren warfen und meine Eltern bei Fleisch und Wurstwaren immer Wert auf Qualität legten. So ist eine meiner liebsten Jugenderinnerungen mit dem frühen Sonntagmorgen verknüpft. Nein, ich meine nicht das Frühstück, sondern eher mein frühes Heimkehren aus der Düsseldorfer Altstadt (damals konnte man da noch gut ausgehen, ohne Junggesellenabschiede auf jedem Meter und Touristentempeln wie das Oberbayern.) plus dringend benötigten Kalorien nach durchfeierten Nächten.
Sonntags früh lag immer der frische Einkauf von Inhoven im Kühlschrank meiner Eltern und das frische Brot meines Vaters im Korb. Beides zusammen ein Garant für satten Schlaf. Das Brot ging leider vor sechs Jahren mit meinem Vater in die ewigen Jagdgründe, aber die Metzgerei Inhoven steht noch an bekannter Stelle mit bester Qualität.
Hunger bekommen?
Metzgerei Peter Inhoven
Werstener Dorfstr. 86
Düsseldorf
Öffnungszeiten:
Mo-Fr 8-17.30, Sa 8-13 Uhr
http://inhoven.de/
Die Würste bekommt ihr auch im frisch eröffneten zweiten Laden, Sylverhoven, in Düsseldorf Flingern.
Sylverhoven Deliziös
Ulli Sylvester & Peter Inhoven
Lindenstraße 219
Düsseldorf
Öffnungszeiten:
Mo - Fr von 10 bis 20 Uhr, Sa von 10 bis 18 Uhr
http://sylverhoven.de/
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Donnerstag, 12. Mai 2011
I <3 Lunch!
foodcoach, 12:52h
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Samstag, 5. März 2011
Fair schmeckt besser.
foodcoach, 11:21h
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Sonntag, 27. Februar 2011
Aufgeschoben, Aufgehoben, Aufgegessen? "Deferred gratification"
foodcoach, 13:18h
Die Kaltmamsell hat die Tage etwas ins Netz gestellt, was ich sehr gerne für die Sammlung hier hätte, deswegen übernehme ich es in großen Stücken (ihre Textpassagen sind kursiv) und mit bestem Dank, besser hätte ich es eh nicht beschreiben können. Es geht um deferred gratification, und das geht so:
(...)"Vielleicht haben Sie schon mal vom Stanford marshmallow experiment gehört? Kindern wird ein Stück Süßigkeit vorgesetzt. Man verspricht ihnen ein weiteres Stück, wenn sie das erste nicht essen. In diesem Experiment wird gemessen, wie lange die Kinder der Versuchung widerstehen können.
Hier eine Wiederholung von 2009 (?) des Experiments aus den 1960ern:
Es geht in diesem Versuch um Selbstkontrolle und darum, ob die Kinder die Fertigkeit haben, das Gefühl von Belohnung und Befriedigung aufzuschieben: deferred gratification, also aufgeschobene Belohnung. Vieles weist darauf hin, dass diese Fähigkeit eine grundsätzliche Charaktereigenschaft ist, die sich über den Lebensweg der Probanden hinweg nicht ändert: Entweder ein Mensch springt auf diese deferred gratification an oder nicht, egal, wie alt er ist. (Ob es überhaupt unveränderliche Charaktereigenschaften gibt, ist natürlich wiederum Gegenstand tiefer Debatten in der Philosophie, Psychologie, Neurologie.)
Ich finde es sehr interessant, den Kleinen zuzusehen; wie sie mit sich hadern, wie Engel und Teufel an ihrem Belohnungslappen im Hirn zerren, wie sie einfach nur Lust auf diesen Marshmellow haben. Ich wüsste gern, was ich getan hätte, wäre ich eines der Kinder an diesem Tisch gewesen.
(...)"Vielleicht haben Sie schon mal vom Stanford marshmallow experiment gehört? Kindern wird ein Stück Süßigkeit vorgesetzt. Man verspricht ihnen ein weiteres Stück, wenn sie das erste nicht essen. In diesem Experiment wird gemessen, wie lange die Kinder der Versuchung widerstehen können.
Hier eine Wiederholung von 2009 (?) des Experiments aus den 1960ern:
Es geht in diesem Versuch um Selbstkontrolle und darum, ob die Kinder die Fertigkeit haben, das Gefühl von Belohnung und Befriedigung aufzuschieben: deferred gratification, also aufgeschobene Belohnung. Vieles weist darauf hin, dass diese Fähigkeit eine grundsätzliche Charaktereigenschaft ist, die sich über den Lebensweg der Probanden hinweg nicht ändert: Entweder ein Mensch springt auf diese deferred gratification an oder nicht, egal, wie alt er ist. (Ob es überhaupt unveränderliche Charaktereigenschaften gibt, ist natürlich wiederum Gegenstand tiefer Debatten in der Philosophie, Psychologie, Neurologie.)
Ich finde es sehr interessant, den Kleinen zuzusehen; wie sie mit sich hadern, wie Engel und Teufel an ihrem Belohnungslappen im Hirn zerren, wie sie einfach nur Lust auf diesen Marshmellow haben. Ich wüsste gern, was ich getan hätte, wäre ich eines der Kinder an diesem Tisch gewesen.
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