Donnerstag, 24. Februar 2011
Neue Siegel braucht das Land?
Ich finde: Ja.
Natürlich kann man bis zu Stunden im Supermarkt verbringen, wenn man gerne Lebensmittel mit nach Hause tragen möchte, in denen so viel Lebensmittel wie möglich, und so wenig Mist wie geht enthalten ist. Mich sieht man des öfteren tief in Verpackungslügen versunken an Regalen stehen, und nach einer gefühlten Ewigkeit dann ein Lächeln, ein leises HA! und zB ein kleines Glas Meerrettich, in dem nicht 32 Zusatzstoffe leben, sondern nur Meerrettich, etwas Salz, etwas Ascorbinsäure, fertig. Dann bläue ich mir Firma, Optik und Geschmack ein, auf dass ich nie wieder 20 Minuten Lebenszeit mit der Suche nach Meerrettich im Glas verschwenden muss.


(Bildquelle: Internet)

Ähnliches muss sich Herr Rach, seines Zeichens (Erklärung eigentlich überflüssig, aber falls ihn doch jemand noch nicht kennt: here we go) Sternekoch, Restaurantbesitzer, TV-Restauranttester und Küchenretter gedacht haben, und hat sich -vielleicht, um sich seine favorisierten Lebensmittel besser merken zu können- direkt ein Siegel ausgedacht und in die Mache geschickt. "Rach getestet" steht drauf, und so funktioniert das alles:

Als Aufgabe setzt Christian Rach folgendes voraus:
"Mit dem Siegel „Rach getestet“ möchte Christian Rach den Verbrauchern bei der Auswahl hochwertiger Lebensmittel helfen und einen Beitrag zu besserer Ernährung leisten.

Bevor er sein Prüfsiegel vergibt, möchte er sicher sein, dass das jeweilige Produkt nicht nur lecker schmeckt, sondern auch wirklich von guter Qualität ist.
Dafür hat er als Partner das SGS INSTITUT FRESENIUS an der Seite.
Für jedes „Rach getestet“-Produkt führt SGS INSTITUT FRESENIUS als unabhängiges Labor eine einmalige, aber umfassende Prüfung durch.
Das bedeutet:
Das von Christian Rach ausgesuchte Produkt wird anonym und unangekündigt in einem ganz normalen Supermarkt oder Geschäft eingekauft und ins SGS INSTITUT FRESENIUS Labor geschickt.
Zunächst gibt es den Sensorik-Test: Hierbei werden das Aussehen, der Geruch und der Geschmack des Produkts mit den menschlichen Sinnen wahrgenommen, um eventuelle Abweichungen herauszufinden und damit Fehler im Herstellungs- oder Lagerungsprozess aufzudecken.
Danach unterziehen Lebensmittelchemiker des Labors das Produkt einer Nährwertanalyse und einer mikrobiologischen Untersuchung, in der auf relevante und gegebenenfalls krankmachende Keime getestet wird.
Weiter wird in der Analyse die Abwesenheit von Rückständen, Schadstoffen und Kontaminanten, wie beispielsweise Pestizide, Schwermetalle und Pilzgifte untersucht.
Sogar die Aussagen auf der Verpackung werden unter die Lupe genommen. Sind dort besondere Produkteigenschaften und Sonderauslobungen angegeben, werden auch diese vom Labor überprüft – zum Beispiel, ob das Produkt frei von Geschmacksverstärkern, künstlichen Farb- und Aromastoffen, Gluten oder Laktose ist.
Erst, wenn das Produkt allen Überprüfungen des SGS INSTITUT FRESENIUS standgehalten hat, wird es von Christian Rach mit dem „Rach getestet“-Siegel ausgezeichnet." und beschreibt seine Herangehensweise wie folgt:
"Pizza wird mit unechtem Käse belegt, Formschinken als echtes Schinkenstück verkauft und in vielen Erfrischungsgetränken ist statt Frucht nur noch Aromastoff – immer mehr Lebensmittelhersteller sparen an hochwertigen Zutaten und verwenden stattdessen billigere Ersatzprodukte. Kaum erkennbar für den Konsumenten. Mit dem Siegel „Rach getestet“ möchte Christian Rach den Verbrauchern bei der Auswahl hochwertiger Lebensmittel helfen und einen Beitrag zu besserer Ernährung leisten.

Ausgezeichnet werden Lebensmittel, die Christian Rach schmecken und von denen er qualitativ überzeugt ist. Christian Rach kooperiert bei dieser Initiative mit SGS INSTITUT FRESENIUS, einem der führenden europäischen Anbieter für Qualitätsprüfungen in Lebensmittel- und Konsumgüterbereich.

SGS INSTITUT FRESENIUS führt für jedes der Produkte ein einmaliges, umfassendes Prüfverfahren durch. Besteht das Produkt Sensorik-Test, chemische und mikrobiologische sowie die Überprüfung der Kennzeichnung und Deklaration, bekommt es das „Rach getestet“-Siegel. So erkennt der Verbraucher sofort: Dieses Produkt kann man bedenkenlos kaufen – und es schmeckt!

Die ersten ausgezeichneten Produkte und die Produkttests sind auf www.christianrach.de veröffentlicht. Neue Auszeichnungen wird es immer dann geben, wenn Christian Rach weitere leckere und hochwertige Produkte in die Finger bzw. in den Mund bekommt."

Ich dachte zuerst: Klar. Jetzt lafert und schubeckt er sich, und verkauft statt Gewürzmischungen und Fonds halt Gütesiegel. Aber zu früh enttäuscht gewesen, denn auf seiner Seite steht am Ende ein:

"P.S.: Alle Produkte habe ich ohne das Wissen der Hersteller getestet und für die Empfehlung auf meiner Seite werde ich nicht bezahlt."

Wie finden wir das? Toll natürlich. Und ich bin sehr gespannt, was der sympathische Querdenker aus seiner Idee, dem Siegel und dem Kommerz der am Horizont lacht am Ende macht.


(Bildquelle: christianrach.de)

PS: Herr Rach, falls Ihnen einmal wer aus der Verkostergruppe ausfällt, oder Sie eine Kiste Bio-Weine auf Herz und Nieren prüfen müssen:
Ich stelle meinen Körper der Ernährungswissenschaft gerne zur Verfügung :)

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Alles weitere wie zB Testverfahren, Newsletteranmeldung, getestete Produkte und noch mehr unter:
www.christianrach.de

Für die Facebooker: Unter "Rach-getestet" findet ihr die Gruppe, die euch mit Neuigkeiten füttert.

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Freitag, 28. Januar 2011
Neu, in Ihrem Lichtspielhaus:
Good Food, Bad Food.



Der Film sollte ein Muss sein.

"Viel Glück".

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Sonntag, 23. Januar 2011
Fundstück der Woche: "Wondersauna"
Aus Kindheitstagen kenne ich ähnliche Konstruktionen, unter denen meine Mutter Samstags immer Stunden verbracht hat. Diese hatte sie allerdings auf dem Kopf und sie war für die komplette Tragedauer nicht ansprechbar, weil sie bei dem Gebrause der modernen Haartrocknung schlicht und ergreifend nichts hören konnte.

Vielversprechend und kommunikativ hingegen sieht doch die Wundersauna für die gängigen Problemzonen aus.



Mit einem herzlichen Dank an Kat von D, aus deren Twitterstream ich dieses Kleinod fischen konnte.

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Donnerstag, 13. Januar 2011
Dioxin und seine Grenzen.
Der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer spricht über das aktuelle Thema Dioxin, über Eier, Hamster und Schwellen.

Teil 1:



Teil 2:

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Freitag, 3. Dezember 2010
Sehr geehrte Frau Aigner,
mit "Wiesenhof" verbinden viele Menschen ein Unternehmen, das Tiere artgerecht hält. Doch PETA Deutschland beweist mit neuen Undercover-Aufnahmen die tierquälerischen Zustände hinter der Wiesenhof-Kulisse am Beispiel einer sog. Elterntierfarm im niedersächsischen Twistringen:

Bodenhaltung bedeutet in der Wiesenhof-Realität nur, dass die Hühner dort auf engstem Raum in stickigen Hallen und im ständigen Dunst ihrer eigenen Exkremente verbringen müssen. Keine Wiese, so gut wie kein Tageslicht. In diesem Fall über 26.000 Hühner, es können bis zu 40.000 sein.

Ein Massengemetzel durch Wiesenhof-Mitarbeiter schon beim sog. Einstallen, 581 Hühner bekommen das Genick gebrochen. Die Kotgrube im Stall wird während der ganzen 10 Monate eines Hühnerlebens dort nicht geleert. Katastrophale Zustände der Stall-Installationen, Teildefekte bei der Luftzufuhr, marode Leitungen, Milbenbefall der Hühner, Inkaufnahme schwerer Infektionen ohne effektive Gegenmaßnahmen.

Brutalste Behandlung der Tiere beim sog. Hahnentausch, ausgediente Tiere werden geschlagen, meterweit geschleudert und oftmals stark verletzt in Kisten gestopft. Knochenbrüche werden routinemäßig in Kauf genommen, Kisten werden achtlos aus 1-2m Höhe fallengelassen. Dazwischen uriniert ein Mitarbeiter. Aufgrund verschiedener Futteranlagen haben einige der Tiere nichts zu essen erhalten und sind verhungert – wohl mit Wissen der Produktionsleitung.

Es geht offenkundig einzig und allein darum, mit einem Minimum an Mitteln ein Maximum aus der „Wegwerfware Tier“ quasi im wahrsten Sinne des Wortes herauszuholen. Das Personal ist teilweise fachlich unqualifiziert, nur notdürftig eingearbeitet. Das, was beim deutschen Geflügelfleisch-Marktführer stattfindet, ist ein Skandal. Doch der noch größere Skandal ist, dass das alles wahrscheinlich nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist.

PETA Deutschland e.V. hat bei der Staatsanwaltschaft Oldenburg Strafanzeige gegen die Verantwortlichen gestellt: die PHW-Gruppe (insbesondere Paul-Heinz, Peter und Doris Wesjohann), Wiesenhof (zur PHW-/Lohmann-Gruppe gehörig), die BWE-Brüterei Weser-Ems GmbH & Co. KG (F. Wesjohann, zur PHW-/Lohmann-Gruppe gehörig), Fa. WIMEX Agrarprodukte Import & Export GmbH (zur PHW-/Lohmann-Gruppe gehörig) sowie alle Personen, die bei der Durchführung dieser Tätigkeiten beteiligt (gewesen) sind, u.a. auch der für die Vorgänge in dieser Farm zuständige F. Wesjohann.

Wir fordern Sie eindringlich auf, die gesetzlichen Bestimmungen für Geflügelhaltung zu verschärfen und zu kontrollieren sowie die Durchsetzung der bestehenden gesetzlichen Bestimmungen zu gewährleisten.
(An dieser Stelle endet der Text von Peta, den man nutzen kann.)

Bitte helfen Sie mit, all das zu verändern, zu verhindern, komplett abzuschaffen. Der Mensch braucht keine grenzenlose Hähnchen-Flatrate, er kommt auch mit Hühnern und Hähnchen zurecht, die ein normales, dem Leben Respekt zollendes Dasein hatten.

Mit dringlichen Grüßen,

Silke Nolden
Ernährungsberaterin, Düsseldorf

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HIER klicken und auch an Frau Aigner schreiben! Jede Mail zählt.

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Achtung, harter Tobak. Ich habe seit guten zwei Jahren kein Hähnchen aus der Imbissbude o.ä. mehr gegessen,
immer in Gedanken an solche Zustände, die man damit unterstützt.



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Sonntag, 21. November 2010
Karma-Lohn und glückliche Körper (love u all!).
(...)"Ich werfe Nüsse in Salate, karamellisiere alles, was in meiner Nähe ist, ich probiere, ich entdecke, ich genieße jeden verdammten Bissen, ohne einen Millimeter meines Gehirns damit zu belasten, wieviele Kalorien ich gerade zu mir nehme. Und irgendwann war meine Jeans zu groß und der Gürtel zu weit und ich zog die Golfhose aus dem Schrank und sie passte.

Ich habe noch nie so gut gegessen wie im letzten Jahr, und ich habe 13 Kilo abgenommen. Weil ich endlich esse, was mein Körper haben will und was ihm gut tut und was mir schmeckt und was mir Spaß macht. Weil ich keine Selbstvorwürfe mehr zulasse und mich ärgere, wenn ich die ganze Tafel Schokolade gegessen habe, wo doch gestern nur ein Stück gereicht hat. Weil ich mich aufs Essen freue und aufs Kochen und aufs Genießen."

Ganzer Text gefällig? Klick mich!

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Donnerstag, 18. November 2010
Foodprints Kanada - 08.09.2009
Frühstück @Tim Hortons 9:37

On the road  9:37 / 08.09.2009

Gesammelte Bestellung, 2 Personen.

On the road, 9:38 / 08.09.2009

Frühstück im Detail. Bacon n Eggs.
Und ja, es war schlimmer als es aussieht.


Mittag irgendwo zw. P.E.I. und New Brunswickam Highway

14:10
On the road 14:10 / 08.09.2009

Vor dem Essen erst einmal Seemänner abfotografieren, die der Lokalpresse grad ein Interview geben.

14:14
On the road 14:14 / 08.09.2009

Ich hatte ein Seafood-Allerlei (Garnelen, Jacobsmuscheln,irgendwelche Muscheln und ein Stück Gefrierfisch) natürlich mit den tollen Saucen von KRAFT (Fruits de Mar und Tartar).
(sic!)

On the road 14:14 / 08.09.2009

M. hatte einen Hummerburger mit Kohlsalat und Riffelfritten.
Kein HEINZ und kein KRAFT weit und breit. Spooky!

On the Road, Nachmittags:

On the road 14:35 / 08.09.2009

2 Blaubeermuffins, ein geteilter dünner Kaffee.


Abend @ Broadleaf Ranch in Albert County

19:46
Albert County 19:46 / 08.09.2009

Mein obligatorischer Ceasars Salad, gar nicht mal so übel.

19:48
Albert County 19:48 / 08.09.2009

M. hatte eine kräftige Ranch-Brühe als Starter. Mit Matzen-Keks. Auch absolut okay, nach seiner Aussage.

20:00
Albert County 20:00 / 08.09.2009

Ich hatte als Hauptgericht Steak, sour cream, baked Potatoe, Coleslaw Salad und Alibigemüse. Ranchgerecht sehr gutes Fleisch, der Rest war auch so lecker wie er konnte.

20:01
Albert County 20:01 / 08.09.2009

M. hatte als Hauptgang Steak, steamed potatoes mit irgendeiner Sauce, Coleslaw Salad und Country Gemüse. Auch lecker, laut Aussage.

Location:Broadleaf Ranch

Albert County 20:27 / 08.09.2009

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Die Reisenotizen zu den Foodprints gibt es drüben in meinem Heimathafen, HÜPF.

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