Mittwoch, 11. April 2012
Nachmachen? Dringend empfohlen!
foodcoach, 22:20h
Das hier ist nicht neu, und dennoch: Um ein wenig meine Bloglücken zu überspielen, oder zu bespielen, eine Runde der gradios grandiosen Hannah Hart mit ihrer Serie "My drunk kitchen". Eine Freundin im Herzen, weil auch ich bekennende Küchentrinkerin bin, die es liebt, den Wein BEIM kochen zu trinken. Beim Essen und danach kann ja jeder! Aber nach einem stressigen Tag quasi mit Hunger bis in die Kniekehlen: Da sind die Geschmacksnerven dankbare Schwämme, das Hirn auch (Belohnungszentrum, meine Kunden kennen den Sitz dessen!), und das erste Glas Wein wirkt tatsächlich so, wie es sollte- köstlich!
Ich habe die Pizza-Folge ausgewählt, weil ich sie auch nach zig Mal zeigen und sehen noch wirklich komisch finde.
Falls ihr das nachmacht: Bitte nicht die Kamera vergessen!
Porst! Prost!
Ich habe die Pizza-Folge ausgewählt, weil ich sie auch nach zig Mal zeigen und sehen noch wirklich komisch finde.
Falls ihr das nachmacht: Bitte nicht die Kamera vergessen!
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Donnerstag, 29. März 2012
Rettet die Mittagsnudel.
foodcoach, 15:17h
"Man kann heute noch nicht mal mehr eine simple Pasta kochen, ohne dass das Internet ebenfalls damit gefüttert wird."
(Lu, März 2012 in Hamburg)
Nach einem herrlichen Tag in Hamburg habe ich Anke als Dank für Couch und Trank eine spontane Pastasause zum Vorgeburtstagsabend gekocht. Da sie für das wunderschöne Blogprojekt Rettet das Mittagessen von Sebastian Dickhaut ein Mittagsessen schuldig war, haben wir einfach so getan, als wäre der Abend unser Mittag gewesen, und Anke beantwortete beim Essen die Fragen, und ich spielte Fotograf. Das einzige was nicht passte war, dass wir für "Mittags" (hihi) viel zu viel Rotwein hatten.
Hier der Beweis mit einem ;-) gen HH und MUC!
(Lu, März 2012 in Hamburg)
Nach einem herrlichen Tag in Hamburg habe ich Anke als Dank für Couch und Trank eine spontane Pastasause zum Vorgeburtstagsabend gekocht. Da sie für das wunderschöne Blogprojekt Rettet das Mittagessen von Sebastian Dickhaut ein Mittagsessen schuldig war, haben wir einfach so getan, als wäre der Abend unser Mittag gewesen, und Anke beantwortete beim Essen die Fragen, und ich spielte Fotograf. Das einzige was nicht passte war, dass wir für "Mittags" (hihi) viel zu viel Rotwein hatten.
Hier der Beweis mit einem ;-) gen HH und MUC!
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Donnerstag, 8. März 2012
Herzkochen, mit Fastboy.
foodcoach, 15:51h
Ich liebe es ja, anderen beim kochen zuzuschauen. Letztes Jahr hat ein Bewohner New Yorks, Ezra, aus Gründen etwas Zeit und Spucke gehabt, um sein abendliches Kochen in kleine Filme zu verpacken. Ich habe jeden! einzelnen! geliebt, weil ich seine Machweise herrlich fand, und jedes Mal sehr schlimm Appetit bekam, und es mir dann selber kochen musste. Ich habe mir sogar dabei kleine Biere aufgemacht, ihm zu Ehren. Schaut selbst, aber nie mit leeren Magen:
(Ich selbst kann aus noch ungeklärten Gründen grad das Video hier nicht eingebunden sehen, aber wenn ihr auf den Link mit Braise Lamb Shanks geht, dann fluppt es)
(Ich selbst kann aus noch ungeklärten Gründen grad das Video hier nicht eingebunden sehen, aber wenn ihr auf den Link mit Braise Lamb Shanks geht, dann fluppt es)
Braised Lamb Shanks from Fast Boy on Vimeo.
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Mittwoch, 7. März 2012
Dem Geschmack einen Namen geben: Äpfel!
foodcoach, 14:04h
Einige kennen es von Weinverkostungen, ein paar vielleicht von Brot - und jetzt, und das finde ich mal wirklich gut für die Arbeit mit den Lütten, oder auch mit den Erwachsenen, die Äpfel nur als das kennen, was sie aus Vitamin-Alibi-Gründen verpackt aus dem Supermarkt in den Wagen legen, um es zu Hause als Obst-Deko einen traurigen Tod sterben zu lassen, jetzt - habe ich mich offensichtlich in meinem eigenen Schachtelsatz verfangen.
Von vorn: Hurra, es gibt das Aromarad jetzt auch für Äpfel!
Weltweit!
Und wer hats erfunden?
Genau - die Schweizer.
Die schweizerische Eidgenossenschaft AGROSCOPE sagt über ihren schönen Wurf:
(...)"Über 1000 verschiedenste Apfelsorten bieten einen umfassenden Reichtum in Aroma, Geschmack und Textur. Wie beim Wein kann man entdecken, dass sich unterschiedliche Sorten durch unterschiedliche Aromen auszeichnen - Beim Pinot Noir z.B. durch Aromen von Kirschen und reifen Beeren. Um diese Vielfalt auch bei Äpfeln sensorisch erfassen zu können, wurde das weltweit erste Aromarad für Äpfel entwickelt."

Hier sachte klicken", und es geht direkt zu den Schweizern und dem Download-Link des Aromarads. Merci liebe Schweizer, fürs Erdenken und Teilen!
Viel Spaß beim probieren!
Von vorn: Hurra, es gibt das Aromarad jetzt auch für Äpfel!
Weltweit!
Und wer hats erfunden?
Genau - die Schweizer.
Die schweizerische Eidgenossenschaft AGROSCOPE sagt über ihren schönen Wurf:
(...)"Über 1000 verschiedenste Apfelsorten bieten einen umfassenden Reichtum in Aroma, Geschmack und Textur. Wie beim Wein kann man entdecken, dass sich unterschiedliche Sorten durch unterschiedliche Aromen auszeichnen - Beim Pinot Noir z.B. durch Aromen von Kirschen und reifen Beeren. Um diese Vielfalt auch bei Äpfeln sensorisch erfassen zu können, wurde das weltweit erste Aromarad für Äpfel entwickelt."

Hier sachte klicken", und es geht direkt zu den Schweizern und dem Download-Link des Aromarads. Merci liebe Schweizer, fürs Erdenken und Teilen!
Viel Spaß beim probieren!
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Montag, 26. Dezember 2011
"Wir sind niemandem Rechenschaft schuldig"
foodcoach, 14:15h
Eine Idee:
"Der SPIEGEL ist in verschiedene Discounter gegangen und hat eingekauft für ein zufälliges Menü mit drei Gängen, Massenware für den Massenkonsum. Das Menü kostet 7,19 Euro für vier Personen."
Drei Passagen:
Suppe: "Schwebende Pilze", sagt Helmboldt, die wünsche sich der Verbraucher. Die Pilze sollen nicht auf dem Grund in der Suppe liegen, sie sollen darin fliegen wie Blüten in der Luft.
Hauptspeise: Nasa, CCP, Group Quality Manager, es könnte der Eindruck entstehen, Ulrich Börger würde Schweine ins All schicken wollen, nicht ins Kühlregal von Netto.
Wein: Traubensaftkonzentrat ist Sirup, fast nur Zucker. Señor López findet, das ruiniere den Wein. Aber er hat gelernt, dass seine Logik längst im Wein ersoffen ist. Er macht ihn, wie die Deutschen es ihm sagen, sweet and cheap.
Weiß er, dass viele Deutsche seinen Wein für Fusel halten?
Jacinto Trillo López geht stumm über sein Feld, vorbei an knorrigen Weinbüschen, und sagt nichts mehr.
Fazit:
Eine Pilzsuppe mit schwebenden Pilzen aus Weißrussland.
Hackfleisch aus der Schlacht-Rakete.
Tomaten aus Müll.
Nudeln mit Eiern, von denen die Hersteller nicht wissen, wo sie herkommen.
Wein, der seinen Winzer traurig macht.
Waffeln mit Eiern aus Käfigen.
Vanilleeis ohne Vanille.
Guten Appetit. Bitte lesen Sie den kompletten Artikel!
Das Schweigen der Hühner
"Der SPIEGEL ist in verschiedene Discounter gegangen und hat eingekauft für ein zufälliges Menü mit drei Gängen, Massenware für den Massenkonsum. Das Menü kostet 7,19 Euro für vier Personen."
Drei Passagen:
Suppe: "Schwebende Pilze", sagt Helmboldt, die wünsche sich der Verbraucher. Die Pilze sollen nicht auf dem Grund in der Suppe liegen, sie sollen darin fliegen wie Blüten in der Luft.
Hauptspeise: Nasa, CCP, Group Quality Manager, es könnte der Eindruck entstehen, Ulrich Börger würde Schweine ins All schicken wollen, nicht ins Kühlregal von Netto.
Wein: Traubensaftkonzentrat ist Sirup, fast nur Zucker. Señor López findet, das ruiniere den Wein. Aber er hat gelernt, dass seine Logik längst im Wein ersoffen ist. Er macht ihn, wie die Deutschen es ihm sagen, sweet and cheap.
Weiß er, dass viele Deutsche seinen Wein für Fusel halten?
Jacinto Trillo López geht stumm über sein Feld, vorbei an knorrigen Weinbüschen, und sagt nichts mehr.
Fazit:
Eine Pilzsuppe mit schwebenden Pilzen aus Weißrussland.
Hackfleisch aus der Schlacht-Rakete.
Tomaten aus Müll.
Nudeln mit Eiern, von denen die Hersteller nicht wissen, wo sie herkommen.
Wein, der seinen Winzer traurig macht.
Waffeln mit Eiern aus Käfigen.
Vanilleeis ohne Vanille.
Guten Appetit. Bitte lesen Sie den kompletten Artikel!
Das Schweigen der Hühner
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Donnerstag, 6. Oktober 2011
foodcoach, 18:13h
Pause wegen Pause.
Nur kurz, aber bitte:
Essen Sie weiter.
Nur kurz, aber bitte:
Essen Sie weiter.
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Montag, 26. September 2011
Noch 4 Tage, ran an die Töpfe!
foodcoach, 16:20h
Delinat sucht euch, die ihr dort draußen Pasta kocht und Wein trinkt. Für ihren neuen Sizilianer in der Runde, den Bona Rossa, werden leckere Rezepte gesucht, die zu diesem Wein passen. Das ganze geht sehr unbürokratisch über diesen Link HIER, und bis zum 30.09., dann ist Einsendeschluss.
HIER entlang geht es zum Pastawettbewerb.
Da die Zeit jetzt knapp ist, den Bona Rossa noch zu ordern (was aber immer noch geht), kann man sich auch an den Degustationsnotizen entlang hangeln und drauf los kochen.
Und weil ich die Ehre habe -neben meinen geschätzten Mitjuroren- in der Jury zu sitzen, habe ich erstens selbst die Nudel in die Hand genommen (aber ich und M., wir dürfen natürlich nicht mitspielen) und dieses Rezept hier vorgelegt, und zweitens platze ich fast vor Neugier, was alles eingesendet wird.
Folgt einfach diesem LINK, und lest, was wir Juroren so alles in die Töpfe geworfen haben.
Pasta zum Bonarossa: «Spaghetti alla trapanese»

Wenn es um Pasta geht, bin ich gnadenlos. Gnadenlos hungrig, glücklich, probierfreudig.
Aber es gibt auch Rezepte, die dürfen nicht verändert werden, die sind für mich so, wie sie sind, perfekt. Dazu gehört in jedem Fall das Rezept zu Spaghetti alla trapanese, welches seine Wurzeln in sizilianischem Boden hat, und für mich drei unschlagbare Eigenschaften besitzt:
- Man hat die Zutaten entweder zu Hause, oder schnell zur Hand.
- Nichts und niemand muss dafür sein Lebenslicht aushauchen, und:
- Es ist Soulfood, weil es glücklich macht.
Als Primo Piatto für 4 Personen, oder für zwei hungrige als Sologang:
Man holt eine Flasche Rotwein aus dem Keller, zieht den Korken und lässt den Wein kurz aufatmen. Dann füllt man einen großen Topf Wasser für die Spaghetti, und nicht vergessen: Einen kräftigen Schwung Meersalz hinzu. Was die Pasta im Topf nicht abbekommt, kann man durch Nachsalzen nicht mehr wirklich retten. Es wird salzig statt schmackig.
Während das Wasser heiß wird, füllt man ein Weinglas üppig mit dem Rotwein auf, probiert einen ersten, kräftigen Schluck und wirft dabei um die 150 Gramm Mandelkerne fettlos in eine Pfanne und röstet sie warm, nicht dunkel. Es geht nur darum, die leckeren Öle in der Mandel zu erwärmen, damit sie noch mehr Aroma abgeben. Dann in den Mörser oder in die Küchenmaschine damit, und zu einem groben Pulver zerkleinern. Wichtig bei diesem Rezept: Nicht alles in kleinste Atome malmen, sondern eine Stufe gröber. Dann verstärkt man den ersten Eindruck des Rotweines durch einen zweiten, und füllt danach das Glas auf. Zeit, eine Zehe frischen Knoblauchs im Mörser mit etwas Salz zu einer Paste zu zerreiben. Je frischer der Knoblauch, umso feiner der Geschmack. Ist er semi-frisch, dann entfernt man den kleinen grünen Trieb in der Mitte, bekannt als «der Stinker». Die Paste aus dem Mörser kratzen, zur Seite stellen.
Vier Hand voll abgezuppelte Basilikumblätter erst grob klein schneiden, dann im Mörser ebenfalls grob schreddern, oder die Arbeit die Küchenmaschine erledigen lassen. Mandelklein, Knoblauchpaste und Basilikum zusammen in einer großen Schüssel mischen. Dazu kommt jetzt die gleiche Menge an Pecorino oder Parmesan, je nach Gusto um die 150 bis 200 Gramm. Frisch gerieben, mit Liebe untergerührt. Um das ganze geschmeidig zu bekommen (nicht flüssig! Geschmeidig.) rührt man das beste Olivenöl unter, welches man im Haus hat. Es wird nicht erhitzt, sondern nur durch die Pasta erwärmt, also gerne eins mit Charakter und Frische wählen. Mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken, fertig (Anmerkung für Schweizer Leserinnen und Leser: Das geht natürlich auch mit Bio-Sbrinz aus der Innerschweiz).
Und da man gerade noch den Geschmack des Pesto im Mund hat, kann man diesen mit dem Geschmack des Rotweines bekannt machen. Die beiden mögen sich, prächtig. Flasche außerhalb der Reichweite stellen.
In der Zwischenzeit kocht das Pastawasser. Spaghetti schwimmen schicken, Kochzeit merken. 500 Gramm richtig schmackige Kirschtomaten halbieren. Sind die nicht vorhanden, andere finden. Größe dann egal, Hauptsache Geschmack. Zur Not klein schneiden. Die Kirschtomaten über dem Pesto zerdrücken, und mit den Händen alles richtig durch- und einkneten.
Handarbeit ist da das A und O, so macht das jede sizilianische Nonna, so habe ich das auch eingebläut bekommen. Keine Maschine, Handarbeit. Für den Geschmack. Noch mal abschmecken, und eventuell mit Olivenöl geschmeidig rühren. Den Rotwein in zwei Gläser füllen und über die leere Flasche wundern.
Spaghetti direkt aus dem Wasser heben und heiß wie sie sind in die Schüssel mit dem duftenden Pesto versenken. Durchrühren. Den Duft genießen. Auf die Teller verteilen. Jeden Bissen genießen! Den Wein dazu trinken. Danke sagen.

Ich empfehle übrigens wärmstens, den 1. Platz zu machen, da eine Führung durch das Delinat-Institut wirklich sehr lohnenswert ist. Meine persönlichen Eindrücke Eine Führung durchs Paradies von letztem Jahr gibt es als Appetizer und Ansporn.
HIER entlang geht es zum Pastawettbewerb.
Da die Zeit jetzt knapp ist, den Bona Rossa noch zu ordern (was aber immer noch geht), kann man sich auch an den Degustationsnotizen entlang hangeln und drauf los kochen.
Und weil ich die Ehre habe -neben meinen geschätzten Mitjuroren- in der Jury zu sitzen, habe ich erstens selbst die Nudel in die Hand genommen (aber ich und M., wir dürfen natürlich nicht mitspielen) und dieses Rezept hier vorgelegt, und zweitens platze ich fast vor Neugier, was alles eingesendet wird.
Folgt einfach diesem LINK, und lest, was wir Juroren so alles in die Töpfe geworfen haben.
Pasta zum Bonarossa: «Spaghetti alla trapanese»

Wenn es um Pasta geht, bin ich gnadenlos. Gnadenlos hungrig, glücklich, probierfreudig.
Aber es gibt auch Rezepte, die dürfen nicht verändert werden, die sind für mich so, wie sie sind, perfekt. Dazu gehört in jedem Fall das Rezept zu Spaghetti alla trapanese, welches seine Wurzeln in sizilianischem Boden hat, und für mich drei unschlagbare Eigenschaften besitzt:
- Man hat die Zutaten entweder zu Hause, oder schnell zur Hand.
- Nichts und niemand muss dafür sein Lebenslicht aushauchen, und:
- Es ist Soulfood, weil es glücklich macht.
Als Primo Piatto für 4 Personen, oder für zwei hungrige als Sologang:
Man holt eine Flasche Rotwein aus dem Keller, zieht den Korken und lässt den Wein kurz aufatmen. Dann füllt man einen großen Topf Wasser für die Spaghetti, und nicht vergessen: Einen kräftigen Schwung Meersalz hinzu. Was die Pasta im Topf nicht abbekommt, kann man durch Nachsalzen nicht mehr wirklich retten. Es wird salzig statt schmackig.
Während das Wasser heiß wird, füllt man ein Weinglas üppig mit dem Rotwein auf, probiert einen ersten, kräftigen Schluck und wirft dabei um die 150 Gramm Mandelkerne fettlos in eine Pfanne und röstet sie warm, nicht dunkel. Es geht nur darum, die leckeren Öle in der Mandel zu erwärmen, damit sie noch mehr Aroma abgeben. Dann in den Mörser oder in die Küchenmaschine damit, und zu einem groben Pulver zerkleinern. Wichtig bei diesem Rezept: Nicht alles in kleinste Atome malmen, sondern eine Stufe gröber. Dann verstärkt man den ersten Eindruck des Rotweines durch einen zweiten, und füllt danach das Glas auf. Zeit, eine Zehe frischen Knoblauchs im Mörser mit etwas Salz zu einer Paste zu zerreiben. Je frischer der Knoblauch, umso feiner der Geschmack. Ist er semi-frisch, dann entfernt man den kleinen grünen Trieb in der Mitte, bekannt als «der Stinker». Die Paste aus dem Mörser kratzen, zur Seite stellen.
Vier Hand voll abgezuppelte Basilikumblätter erst grob klein schneiden, dann im Mörser ebenfalls grob schreddern, oder die Arbeit die Küchenmaschine erledigen lassen. Mandelklein, Knoblauchpaste und Basilikum zusammen in einer großen Schüssel mischen. Dazu kommt jetzt die gleiche Menge an Pecorino oder Parmesan, je nach Gusto um die 150 bis 200 Gramm. Frisch gerieben, mit Liebe untergerührt. Um das ganze geschmeidig zu bekommen (nicht flüssig! Geschmeidig.) rührt man das beste Olivenöl unter, welches man im Haus hat. Es wird nicht erhitzt, sondern nur durch die Pasta erwärmt, also gerne eins mit Charakter und Frische wählen. Mit Meersalz und frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer abschmecken, fertig (Anmerkung für Schweizer Leserinnen und Leser: Das geht natürlich auch mit Bio-Sbrinz aus der Innerschweiz).
Und da man gerade noch den Geschmack des Pesto im Mund hat, kann man diesen mit dem Geschmack des Rotweines bekannt machen. Die beiden mögen sich, prächtig. Flasche außerhalb der Reichweite stellen.
In der Zwischenzeit kocht das Pastawasser. Spaghetti schwimmen schicken, Kochzeit merken. 500 Gramm richtig schmackige Kirschtomaten halbieren. Sind die nicht vorhanden, andere finden. Größe dann egal, Hauptsache Geschmack. Zur Not klein schneiden. Die Kirschtomaten über dem Pesto zerdrücken, und mit den Händen alles richtig durch- und einkneten.
Handarbeit ist da das A und O, so macht das jede sizilianische Nonna, so habe ich das auch eingebläut bekommen. Keine Maschine, Handarbeit. Für den Geschmack. Noch mal abschmecken, und eventuell mit Olivenöl geschmeidig rühren. Den Rotwein in zwei Gläser füllen und über die leere Flasche wundern.
Spaghetti direkt aus dem Wasser heben und heiß wie sie sind in die Schüssel mit dem duftenden Pesto versenken. Durchrühren. Den Duft genießen. Auf die Teller verteilen. Jeden Bissen genießen! Den Wein dazu trinken. Danke sagen.

Ich empfehle übrigens wärmstens, den 1. Platz zu machen, da eine Führung durch das Delinat-Institut wirklich sehr lohnenswert ist. Meine persönlichen Eindrücke Eine Führung durchs Paradies von letztem Jahr gibt es als Appetizer und Ansporn.
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