Mittwoch, 17. Dezember 2008
Eine Biene zum Fest.
Na? Noch nichts originelles für die lieben gefunden? Keine Zeit und keine seelische Speckschicht mehr für die Innenstadt? Hier ist eine Lösung, und die geht ganz einfach:

Verschenken sie doch eine Bienenpatenschaft zu Weihnachten.
Aus der Rubrik Sinnvoll beschenken diese kurz angerissene Erklärung:

"Mit Bienen-Patenschaften sorgen Sie aktiv für eine zukunftsfähige ökologische Bienenhaltung. Die adoptierten Bienen werden im Rahmen der Ausbildungs- und Forschungsarbeit von Mellifera e.V. betreut."

Das ist auch nötig, hat es jetzt auch die süßesten Wabenbewohner dieses Planeten getroffen. Viren (PDF), Massensterben, jährlich weiter eingeschränkter Lebensraum, und von der Arbeitsleistung und deren Ausnutzung fangen wir erst gar nicht an.
Kurz: Unsere Biene ist durch und braucht Unterstützung.
Helfen kann man da sehr schnell und unkompliziert.

1. Einfach keinen Industriehonig mehr kaufen. Langnese und die ganzen Tuben, lassen sie das weg. Sie bekommen mit diesen Produkten schon lange nicht mehr das aufs Brot, was gewünscht ist, gut schmeckt und darüber hinaus sehr gesund ist. Gehen sie zum Imker oder ins Internet, und kaufen sie Honig von kleinen (Bio-)Betrieben. Da sind sie auf der sicheren Seite.

2. Werden sie Bienenpate, und ihre Familie auch.



( Bild mit freundlicher Unterstützung geklaut bei Ecowein.)

Mit einer Patenschaft bei BeeGood sind sie aktiv im Umweltschutz und bekommen als Dankeschön jährlich ein 350 g volles Glas mit dem Honig ihrer Bienen. Man kann sich sogar das Glas individuell bedrucken lassen.

Ich finde, das ist mehr als eine süße und sinnvolle Idee.
Das ist Weltfrieden machen.

Lassen sie es sich schmecken!

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Dienstag, 16. Dezember 2008
Jetzt schreibt er auch noch!
Ich bin ja immer sehr traurig über diese Sache mit mir und Zeitungen. Mein Eigenbild sieht mich in gemütlicher Körperhaltung an illustren Orten sitzen, Kaffee trinkend und mit mächtig Genuss eine Zeitung lesend.
So weit die Illusion.
In echt sitze ich zwar tatsächlich manchmal an illustren Orten, manchmal liegt auch eine Zeitung in meiner Nähe, aber die ist dann immer Eigentum des Cafés und nur ein von mir gefasster Entschluss, den ich kurz anblättere und dann verwerfe.
Leute gucken ist für mich immer interessanter als Zeitung lesen.

Das, meine lieben Leser, das könnte sich jetzt ändern.
Könnte. Wenn es "durch Wege" möglich wäre, das neue (wie sagt man jetzt... Journal? Ausgabe? Illustrierte?) Magazin von Jamie Oliver druckfrisch zu erlegen (Zeitschriftenfachhandel), sich eine ruhige Höhle zu suchen (Caféhaus) und zu schwelgen (lesen).
Ich vertraue diesem Mann und seinem arbeitendem Umfeld relativ blind, dass dieses Magazin ein kleiner Augenschmaus sein wird. Einen ersten eigenen Eindruck kann man sich gönnen, wenn man diesen Link hier drückt, und dann eine kleine Strecke herunter scrollt. Da kann man online vor- und zurückblättern und sich vorstellen, wie man sich eine Pause in einem kleinen Café gönnt, seine Zeitung aus der Tasche zieht, und naja, sie wissen schon, seine Zeit genießt.

Also ich bin ja immer sehr traurig über die Sache mit mir und den Zeitschriften, aber ich sehe da ein Licht am Horizont.

(via Nutriculinary)

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Donnerstag, 11. Dezember 2008
"Das Gammelfleisch sitzt bei Ihnen auf der Couch!"
Der wunderbare Hagen Rether über Zynismus und Bärchenwurst. Sollten Sie die Gelegenheit haben, ihn und sein Programm "Liebe" irgendwo zu sehen (3 Stunden volles Programm, da ist jeder Cent gut angelegt!), dann gebe ich dazu gerne thematisch einen Esstipp ab, aber schauen Sie bitte erst einmal selbst:

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Montag, 8. Dezember 2008
Augenreisen und Seelenessen.
Auch in den dunklen Tagen sollte man sich Seelensonne leisten. Zum Beispiel eine Stunde im hellen Tageslicht gehen, stehen oder sonstiges, Hauptsache die Augen transportieren Licht ins Stammhirn und die Haut nimmt sich den Rest.

Wenn sie das geschafft haben, dann ist das toll, und sie bekommen ab heute noch einen Bonus. Wenn sie das nicht geschafft haben, eh nie schaffen oder welche Gründe auch immer, dann gibt es die nächste kurze Zeit eine tolle Alternative. Gut, es ist ein wenig gemogelt, weil sie dabei weder draußen noch an der Sonne sind, aber man kann auch beim fernsehen ein Fenster öffnen und zwischendurch in eine Lichtdusche schauen. Und dabei, und jetzt kommt die Katze aus dem Sack, und dabei begleiten sie Sarah Wiener durch Italien.
Vom 8. bis 19. Dezember täglich auf arte die kulinarische Entdeckungsreise der Frau Wiener und ihrem Dolmetscher Michele, welche zusammen durch zehn Regionen Italiens reisen, speisen, filmen und baden gehen.
Ich fand Frankreich schon toll, aber Italien ist der direkte Sitz meiner Herzspeisen und meines Appetits, von daher werde ich alles tun um nicht eine Minute zu verpassen. Mein Stammhirn und mein Seelchen werden es mir danken.

HIER gibt es alle Infos zur Sendung, die ab heute Abend 20:15 auf arte läuft.
Sendung verpasst? Auf arte + 7 kann man jede Sendung eine Woche lang online nachsehen.

Einen augenscheinlichen Appetit!

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Donnerstag, 20. November 2008
1min09 Frau Wiener in guter Form.

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Montag, 17. November 2008
Einmal um ein Ei und zurück.
Da sass ich dann an einem Samstag Mittag in Block A, Reihe 13 und Sarah Wiener fragte ins große, weite Publikum, wer denn nun wüsste, woran man ein Bio-Ei erkennen würde.
Totenstille.
Wir befinden uns mitten in einer "Kochshow" im Kochtheater auf der Messe eat'n style in Köln, und keiner der Gourmets und Feinschmecker kann ein Ei anständig lesen?

Da besteht offener Aufklärungsbedarf!, dachte ich noch, und Frau Wiener fing derweil mit der Länderkennung an.

Also, meine lieben Leser, wir beginnen mit dem Ei, Lektion 1 ->
Was will das Ei mir sagen?

Eine schnelle Skizze vorab zum folgenden Text



Ein jedes Ei wird mit einem Stempel geliefert. Ausnahme vielleicht das Ei ihres Bauern auf dem kleinen Markt im Viertel, aber das ist eh Vertrauenssache, da fragt man gründlich nach und wenn der Bauer komisch wird, dann lässt man die Eier halt liegen.

Dieser Stempel verrät einem so ziemlich alles, was man wissen muss.
Er beginnt immer mit einer Zahl, und die geht von 0 bis 3.

0= Bio-Eier. Meint: Freilandhaltung mit Futter aus ökologischem Anbau.

1= Freilandhaltung. Meint: Pro Huhn müssen 10 m² Auslauf vorhanden sein.

2 = Bodenhaltung. Pro Quadratmeter Stallfläche dürfen maximal sieben Hühner gerechnet werden.

3 = Käfighaltung in Legebatterie. Meint: Pro Huhn werden 450–550 cm² Fläche gerechnet (ca. 3/4 eines DIN A4 Blatts)

Nach der ersten Ziffer kommt die Länderbezeichnung, also das Land, wo das Ei gelegt wurde. Da steht D für Deutschland, NL für die Niederlande, FR für Frankreich etc. Man kann sich da super an Autokennzeichen orientieren, falls man die Kürzel nicht zur Hand hat.

Auf die Länderbezeichnung folgt die Zahlenkette, und das ist quasi die Adresse des Mutterhuhnes und der Betrieb, wo man den Bauern findet, sollte man sich eine Salmonelle zugelegt haben. Die ersten beiden Zahlen geben den Wohnort an, die folgenden vier Zahlen die Adresse des Betriebes, und die letzten beiden Zahlen geben die Stallnummer an.

Wir schauen also noch einmal hinauf zu meiner Superskizze und stellen fest: Das erste Ei ist ein Bio-Ei aus Deutschland. Die Mutter ist sicherlich wohlauf, und läuft mit guter Ökosaat in den Backen über Misthaufen und Hügel. Abends schläft sie in einem sicheren Stall mit ihren Kolleginnen. Oder so.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.

Das zweite Ei ist ein Freiland-Ei aus den Niederlanden. Die Mutter ist tagsüber gut gelüftet und auf Sichtweite mit ihren Kolleginnen auf dem Land unterwegs. Geschwooft wird abends im sicheren Stall. Junk-Food erlaubt.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.

Das dritte Ei kommt aus einem Eierghetto. Die Mutter hatte kein Glück und wurde als Fabrikarbeiterin an einen deutschen Betrieb verkauft und lebt dort ohne Tageslicht in der Massenproduktion. Träumt oft von ihrer Schwester, die in einem 0-Betrieb lebt und ein eigenes Kind hat. Essen wie in einer Kantine, mit untergemischter Medizin in Intervallen.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.

Das vierte Ei sollte es eigentlich gar nicht mehr geben. Ein ganzes Leben in einem niederländischen Drahtkäfig, dessen Fläche kleiner ist als ein Blatt Papier. Es gibt keine Sitzstangen, die zum natürlichen Leben eines Vogels nun mal gehören, Eier und Kot fallen durch ein Gitter. Einsammeln der Eier und Fütterung erfolgen vollautomatisch. Hohe Dosierung von Antibiotika und anderen Medikamenten, je nach Epidemie. Kommunikation mit den Kolleginnen weder möglich noch erwünscht, da eh alle geisteskrank und aggressiv.
Denaturiertes Futter, kein Tageslicht.
Die Zahlenkette ist -wie gehabt- ausgedacht.

Einfach, oder? Nur eine 0 merken, oder eine 1, dann am besten aus nächster Nähe (es gibt im eigenen Land immer genug Eier, da muss nicht noch ein LKW über die Autobahn.) und schon kann man guten Gewissens seine Eier kaufen.

Ist das auch frisch?

Genau. Erst einmal das Haltbarkeitsdatum nachsehen.
Ach so - sie machen das wie so viele, und holen die Eier aus der Verpackung um sie im Kühlschrank in das Eierfach zu räumen? Und wann hat man sie noch gleich gekauft?

Es gibt da einen Trick, und der hat mit der Luftkammer im Ei zu tun. Die Feuchtigkeit, welche in ein einem Ei steckt, die verdunstet. Langsam zwar, aber sie tut es. Je älter das Ei also wird, desto größer wird seine Luftblase am unteren Teil.
Um nun zu testen wie frisch das Ei ist, welches man eben im Kühlschrank gefunden hat, füllt man eine Schüssel mit kaltem Wasser, und in diese legt man das Ei. Ist es frisch, bleibt es unten am Schüsselgrund liegen wie ein Stein. Die Luftkammer ist klein, das Ei schwer.
Ist jetzt aber schon etwas Feuchtigkeit im Ei verdunstet, geht es langsam nach oben, es ist ja jetzt leichter und die Luftkammer will nach oben.
Wenn das Ei den Weg nach oben von alleine schafft, dann sollten sie sich in Frieden trennen, ungegessen.
Es wird schlecht sein, und ihnen nach Genuss davon auch.

An einem rohen, aufgeschlagenem Ei kann man die Frische an der schönen Dotterkuppel erkennen.
Oh, ihres hat keine mehr, weil der Dotter direkt kaputt gegangen ist? Dann war das Ei alles andere als frisch, oder sie sehr sehr grob.
In der Regel aber bleibt der Dotter bei einem frischen Ei auch bei grober Behandlung noch lange in Form.
Ist der Dotter flach wie eine Flunder oder geht direkt kaputt, dann sollte man dieses Ei höchstens noch als Backzutat verwenden.

Ist das Ei gekocht oder roh?

Man nehme das Ei und kurbele es auf einer guten, glatten Stelle einmal an wie einen Brummkreisel.
Ist es ein rohes Ei, wird es schlingern, da die Flüssigkeit darinnen hin und her schlackert.
Ist es ein gekochtes Ei, wird es unbeirrt und sehr schnell den Brummkreisel machen, weil innen nichts mehr schlackern kann.

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Eier sind im übrigen gesunde, kleine Energiepakete. Also zumindest die 0er und 1er, wie wir jetzt alle Sarah Wiener zurufen könnten.

Man sollte nicht zu viele auf einmal essen, aber bei all den drohenden Zeigefinger auch immer daran denken, dass die Pharmaindustrie uns gerne ihre Mittel verkaufen möchte. Zum Beispiel Cholesterinsenker.
Da werden angeblich wissenschaftliche Studien verbreitet, wo sich nicht immer viele die Mühe machen, sich das alles durchzulesen. Da werden Richtlinien und Sollwerte für die Obergrenze Mann und Frau alle paar Jahre runtergesetzt, mit dem Erfolg, das der Mensch an sich jetzt viel eher die Chance hat, zu einer Risikogruppe zu gehören und Medikamente zu brauchen als noch vor fünf Jahren. Es ist wie bei allem:
Die Menge macht das Gift.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim zukünftigen Eierlesen!

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Sonntag, 9. November 2008
Mit Sonne in den Händen durch die dunkle Jahreszeit.
Der November eignet sich generell ganz toll für viel Stress, zu wenig Lichtkonsum und Dinge, die unbedingt in diesem Jahr noch erledigt werden wollen.

Da bilde ich nie eine Ausnahme.
Aber allem zum Trotz habe ich mir angewöhnt, mich zu belohnen in solchen Zeiten. Und wenn ich morgen unter einer zugigen Bahnbrücke hindurch fahre, und von oben kommt ein Gruß einer Stadttaube, und von der Seite die Regenwelle eines LKWs, der die Pfütze dann doch noch geschafft hat, dann denke ich an das, was mich gleich zu Hause erwartet.
Ich rede hier von Soul-Food. Von Lebensmitteln mit Magie.
Da hat jeder ein anderes Rezept, ein anderes Lebensmittel, eine Suppe zum drauf schwören, oder einen Wein zum reinlegen. Ich für meinen Teil werde an solchen Tagen zur Feierabend-Italienerin. Von Haus aus nordisch werfe ich Schuhe und Tasche in die Ecke, drücke den Pavarotti auf PLAY und greife in meine Zauberkiste, in diesem Leben in Form eines Vorratsschranks. Und was lag die Tage dort griffbereit zum Kochen und Entkorken vor meinem gestressten Ich?
Wein und Prospektmaterial der Fattoria La Vialla.



Unter uns Eingeschworenen: Ich kenne diese Familie nicht. Aber bei der Flasche Chianti und nach dem Lesen des sehr liebevoll gestalteten Kataloges muss ich sagen: Ich hab die alle lieb, glauben Sie mir!

Und deswegen möchte ich das teilen.

Hier ist der Link zu La Vialla, und wenn man etwas nach unten schaut, dann ist da ein Button, wo man das kostenlose Prospekt anfordern kann.

Machen Sie das mal. Immerhin ist grad überall November, und wenn Sie das nicht überzeugt, dann möchten Sie vielleicht auch einfach mal so eine fremde Familie lieb haben. Oder noch einen kleinen, leider nicht von mir erlebten Reisebericht zu der Familie lesen. Und einen Chianti dazu trinken. Oder diese köstliche Pasta probieren. Kann man alles machen.
Und dann bei mir in den Kommentaren sagen, wie man das fand, nach einem Tag im Gewühl.

Haben Sie es warm!

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