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Donnerstag, 20. November 2008
1min09 Frau Wiener in guter Form.
foodcoach, 10:09h
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Montag, 17. November 2008
Einmal um ein Ei und zurück.
foodcoach, 13:55h
Da sass ich dann an einem Samstag Mittag in Block A, Reihe 13 und Sarah Wiener fragte ins große, weite Publikum, wer denn nun wüsste, woran man ein Bio-Ei erkennen würde.
Totenstille.
Wir befinden uns mitten in einer "Kochshow" im Kochtheater auf der Messe eat'n style in Köln, und keiner der Gourmets und Feinschmecker kann ein Ei anständig lesen?
Da besteht offener Aufklärungsbedarf!, dachte ich noch, und Frau Wiener fing derweil mit der Länderkennung an.
Also, meine lieben Leser, wir beginnen mit dem Ei, Lektion 1 ->
Was will das Ei mir sagen?
Eine schnelle Skizze vorab zum folgenden Text

Ein jedes Ei wird mit einem Stempel geliefert. Ausnahme vielleicht das Ei ihres Bauern auf dem kleinen Markt im Viertel, aber das ist eh Vertrauenssache, da fragt man gründlich nach und wenn der Bauer komisch wird, dann lässt man die Eier halt liegen.
Dieser Stempel verrät einem so ziemlich alles, was man wissen muss.
Er beginnt immer mit einer Zahl, und die geht von 0 bis 3.
0= Bio-Eier. Meint: Freilandhaltung mit Futter aus ökologischem Anbau.
1= Freilandhaltung. Meint: Pro Huhn müssen 10 m² Auslauf vorhanden sein.
2 = Bodenhaltung. Pro Quadratmeter Stallfläche dürfen maximal sieben Hühner gerechnet werden.
3 = Käfighaltung in Legebatterie. Meint: Pro Huhn werden 450–550 cm² Fläche gerechnet (ca. 3/4 eines DIN A4 Blatts)
Nach der ersten Ziffer kommt die Länderbezeichnung, also das Land, wo das Ei gelegt wurde. Da steht D für Deutschland, NL für die Niederlande, FR für Frankreich etc. Man kann sich da super an Autokennzeichen orientieren, falls man die Kürzel nicht zur Hand hat.
Auf die Länderbezeichnung folgt die Zahlenkette, und das ist quasi die Adresse des Mutterhuhnes und der Betrieb, wo man den Bauern findet, sollte man sich eine Salmonelle zugelegt haben. Die ersten beiden Zahlen geben den Wohnort an, die folgenden vier Zahlen die Adresse des Betriebes, und die letzten beiden Zahlen geben die Stallnummer an.
Wir schauen also noch einmal hinauf zu meiner Superskizze und stellen fest: Das erste Ei ist ein Bio-Ei aus Deutschland. Die Mutter ist sicherlich wohlauf, und läuft mit guter Ökosaat in den Backen über Misthaufen und Hügel. Abends schläft sie in einem sicheren Stall mit ihren Kolleginnen. Oder so.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.
Das zweite Ei ist ein Freiland-Ei aus den Niederlanden. Die Mutter ist tagsüber gut gelüftet und auf Sichtweite mit ihren Kolleginnen auf dem Land unterwegs. Geschwooft wird abends im sicheren Stall. Junk-Food erlaubt.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.
Das dritte Ei kommt aus einem Eierghetto. Die Mutter hatte kein Glück und wurde als Fabrikarbeiterin an einen deutschen Betrieb verkauft und lebt dort ohne Tageslicht in der Massenproduktion. Träumt oft von ihrer Schwester, die in einem 0-Betrieb lebt und ein eigenes Kind hat. Essen wie in einer Kantine, mit untergemischter Medizin in Intervallen.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.
Das vierte Ei sollte es eigentlich gar nicht mehr geben. Ein ganzes Leben in einem niederländischen Drahtkäfig, dessen Fläche kleiner ist als ein Blatt Papier. Es gibt keine Sitzstangen, die zum natürlichen Leben eines Vogels nun mal gehören, Eier und Kot fallen durch ein Gitter. Einsammeln der Eier und Fütterung erfolgen vollautomatisch. Hohe Dosierung von Antibiotika und anderen Medikamenten, je nach Epidemie. Kommunikation mit den Kolleginnen weder möglich noch erwünscht, da eh alle geisteskrank und aggressiv.
Denaturiertes Futter, kein Tageslicht.
Die Zahlenkette ist -wie gehabt- ausgedacht.
Einfach, oder? Nur eine 0 merken, oder eine 1, dann am besten aus nächster Nähe (es gibt im eigenen Land immer genug Eier, da muss nicht noch ein LKW über die Autobahn.) und schon kann man guten Gewissens seine Eier kaufen.
Ist das auch frisch?
Genau. Erst einmal das Haltbarkeitsdatum nachsehen.
Ach so - sie machen das wie so viele, und holen die Eier aus der Verpackung um sie im Kühlschrank in das Eierfach zu räumen? Und wann hat man sie noch gleich gekauft?
Es gibt da einen Trick, und der hat mit der Luftkammer im Ei zu tun. Die Feuchtigkeit, welche in ein einem Ei steckt, die verdunstet. Langsam zwar, aber sie tut es. Je älter das Ei also wird, desto größer wird seine Luftblase am unteren Teil.
Um nun zu testen wie frisch das Ei ist, welches man eben im Kühlschrank gefunden hat, füllt man eine Schüssel mit kaltem Wasser, und in diese legt man das Ei. Ist es frisch, bleibt es unten am Schüsselgrund liegen wie ein Stein. Die Luftkammer ist klein, das Ei schwer.
Ist jetzt aber schon etwas Feuchtigkeit im Ei verdunstet, geht es langsam nach oben, es ist ja jetzt leichter und die Luftkammer will nach oben.
Wenn das Ei den Weg nach oben von alleine schafft, dann sollten sie sich in Frieden trennen, ungegessen.
Es wird schlecht sein, und ihnen nach Genuss davon auch.
An einem rohen, aufgeschlagenem Ei kann man die Frische an der schönen Dotterkuppel erkennen.
Oh, ihres hat keine mehr, weil der Dotter direkt kaputt gegangen ist? Dann war das Ei alles andere als frisch, oder sie sehr sehr grob.
In der Regel aber bleibt der Dotter bei einem frischen Ei auch bei grober Behandlung noch lange in Form.
Ist der Dotter flach wie eine Flunder oder geht direkt kaputt, dann sollte man dieses Ei höchstens noch als Backzutat verwenden.
Ist das Ei gekocht oder roh?
Man nehme das Ei und kurbele es auf einer guten, glatten Stelle einmal an wie einen Brummkreisel.
Ist es ein rohes Ei, wird es schlingern, da die Flüssigkeit darinnen hin und her schlackert.
Ist es ein gekochtes Ei, wird es unbeirrt und sehr schnell den Brummkreisel machen, weil innen nichts mehr schlackern kann.
-
Eier sind im übrigen gesunde, kleine Energiepakete. Also zumindest die 0er und 1er, wie wir jetzt alle Sarah Wiener zurufen könnten.
Man sollte nicht zu viele auf einmal essen, aber bei all den drohenden Zeigefinger auch immer daran denken, dass die Pharmaindustrie uns gerne ihre Mittel verkaufen möchte. Zum Beispiel Cholesterinsenker.
Da werden angeblich wissenschaftliche Studien verbreitet, wo sich nicht immer viele die Mühe machen, sich das alles durchzulesen. Da werden Richtlinien und Sollwerte für die Obergrenze Mann und Frau alle paar Jahre runtergesetzt, mit dem Erfolg, das der Mensch an sich jetzt viel eher die Chance hat, zu einer Risikogruppe zu gehören und Medikamente zu brauchen als noch vor fünf Jahren. Es ist wie bei allem:
Die Menge macht das Gift.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim zukünftigen Eierlesen!
Totenstille.
Wir befinden uns mitten in einer "Kochshow" im Kochtheater auf der Messe eat'n style in Köln, und keiner der Gourmets und Feinschmecker kann ein Ei anständig lesen?
Da besteht offener Aufklärungsbedarf!, dachte ich noch, und Frau Wiener fing derweil mit der Länderkennung an.
Also, meine lieben Leser, wir beginnen mit dem Ei, Lektion 1 ->
Was will das Ei mir sagen?
Eine schnelle Skizze vorab zum folgenden Text

Ein jedes Ei wird mit einem Stempel geliefert. Ausnahme vielleicht das Ei ihres Bauern auf dem kleinen Markt im Viertel, aber das ist eh Vertrauenssache, da fragt man gründlich nach und wenn der Bauer komisch wird, dann lässt man die Eier halt liegen.
Dieser Stempel verrät einem so ziemlich alles, was man wissen muss.
Er beginnt immer mit einer Zahl, und die geht von 0 bis 3.
0= Bio-Eier. Meint: Freilandhaltung mit Futter aus ökologischem Anbau.
1= Freilandhaltung. Meint: Pro Huhn müssen 10 m² Auslauf vorhanden sein.
2 = Bodenhaltung. Pro Quadratmeter Stallfläche dürfen maximal sieben Hühner gerechnet werden.
3 = Käfighaltung in Legebatterie. Meint: Pro Huhn werden 450–550 cm² Fläche gerechnet (ca. 3/4 eines DIN A4 Blatts)
Nach der ersten Ziffer kommt die Länderbezeichnung, also das Land, wo das Ei gelegt wurde. Da steht D für Deutschland, NL für die Niederlande, FR für Frankreich etc. Man kann sich da super an Autokennzeichen orientieren, falls man die Kürzel nicht zur Hand hat.
Auf die Länderbezeichnung folgt die Zahlenkette, und das ist quasi die Adresse des Mutterhuhnes und der Betrieb, wo man den Bauern findet, sollte man sich eine Salmonelle zugelegt haben. Die ersten beiden Zahlen geben den Wohnort an, die folgenden vier Zahlen die Adresse des Betriebes, und die letzten beiden Zahlen geben die Stallnummer an.
Wir schauen also noch einmal hinauf zu meiner Superskizze und stellen fest: Das erste Ei ist ein Bio-Ei aus Deutschland. Die Mutter ist sicherlich wohlauf, und läuft mit guter Ökosaat in den Backen über Misthaufen und Hügel. Abends schläft sie in einem sicheren Stall mit ihren Kolleginnen. Oder so.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.
Das zweite Ei ist ein Freiland-Ei aus den Niederlanden. Die Mutter ist tagsüber gut gelüftet und auf Sichtweite mit ihren Kolleginnen auf dem Land unterwegs. Geschwooft wird abends im sicheren Stall. Junk-Food erlaubt.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.
Das dritte Ei kommt aus einem Eierghetto. Die Mutter hatte kein Glück und wurde als Fabrikarbeiterin an einen deutschen Betrieb verkauft und lebt dort ohne Tageslicht in der Massenproduktion. Träumt oft von ihrer Schwester, die in einem 0-Betrieb lebt und ein eigenes Kind hat. Essen wie in einer Kantine, mit untergemischter Medizin in Intervallen.
Die Zahlenkette ist ausgedacht.
Das vierte Ei sollte es eigentlich gar nicht mehr geben. Ein ganzes Leben in einem niederländischen Drahtkäfig, dessen Fläche kleiner ist als ein Blatt Papier. Es gibt keine Sitzstangen, die zum natürlichen Leben eines Vogels nun mal gehören, Eier und Kot fallen durch ein Gitter. Einsammeln der Eier und Fütterung erfolgen vollautomatisch. Hohe Dosierung von Antibiotika und anderen Medikamenten, je nach Epidemie. Kommunikation mit den Kolleginnen weder möglich noch erwünscht, da eh alle geisteskrank und aggressiv.
Denaturiertes Futter, kein Tageslicht.
Die Zahlenkette ist -wie gehabt- ausgedacht.
Einfach, oder? Nur eine 0 merken, oder eine 1, dann am besten aus nächster Nähe (es gibt im eigenen Land immer genug Eier, da muss nicht noch ein LKW über die Autobahn.) und schon kann man guten Gewissens seine Eier kaufen.
Ist das auch frisch?
Genau. Erst einmal das Haltbarkeitsdatum nachsehen.
Ach so - sie machen das wie so viele, und holen die Eier aus der Verpackung um sie im Kühlschrank in das Eierfach zu räumen? Und wann hat man sie noch gleich gekauft?
Es gibt da einen Trick, und der hat mit der Luftkammer im Ei zu tun. Die Feuchtigkeit, welche in ein einem Ei steckt, die verdunstet. Langsam zwar, aber sie tut es. Je älter das Ei also wird, desto größer wird seine Luftblase am unteren Teil.
Um nun zu testen wie frisch das Ei ist, welches man eben im Kühlschrank gefunden hat, füllt man eine Schüssel mit kaltem Wasser, und in diese legt man das Ei. Ist es frisch, bleibt es unten am Schüsselgrund liegen wie ein Stein. Die Luftkammer ist klein, das Ei schwer.
Ist jetzt aber schon etwas Feuchtigkeit im Ei verdunstet, geht es langsam nach oben, es ist ja jetzt leichter und die Luftkammer will nach oben.
Wenn das Ei den Weg nach oben von alleine schafft, dann sollten sie sich in Frieden trennen, ungegessen.
Es wird schlecht sein, und ihnen nach Genuss davon auch.
An einem rohen, aufgeschlagenem Ei kann man die Frische an der schönen Dotterkuppel erkennen.
Oh, ihres hat keine mehr, weil der Dotter direkt kaputt gegangen ist? Dann war das Ei alles andere als frisch, oder sie sehr sehr grob.
In der Regel aber bleibt der Dotter bei einem frischen Ei auch bei grober Behandlung noch lange in Form.
Ist der Dotter flach wie eine Flunder oder geht direkt kaputt, dann sollte man dieses Ei höchstens noch als Backzutat verwenden.
Ist das Ei gekocht oder roh?
Man nehme das Ei und kurbele es auf einer guten, glatten Stelle einmal an wie einen Brummkreisel.
Ist es ein rohes Ei, wird es schlingern, da die Flüssigkeit darinnen hin und her schlackert.
Ist es ein gekochtes Ei, wird es unbeirrt und sehr schnell den Brummkreisel machen, weil innen nichts mehr schlackern kann.
-
Eier sind im übrigen gesunde, kleine Energiepakete. Also zumindest die 0er und 1er, wie wir jetzt alle Sarah Wiener zurufen könnten.
Man sollte nicht zu viele auf einmal essen, aber bei all den drohenden Zeigefinger auch immer daran denken, dass die Pharmaindustrie uns gerne ihre Mittel verkaufen möchte. Zum Beispiel Cholesterinsenker.
Da werden angeblich wissenschaftliche Studien verbreitet, wo sich nicht immer viele die Mühe machen, sich das alles durchzulesen. Da werden Richtlinien und Sollwerte für die Obergrenze Mann und Frau alle paar Jahre runtergesetzt, mit dem Erfolg, das der Mensch an sich jetzt viel eher die Chance hat, zu einer Risikogruppe zu gehören und Medikamente zu brauchen als noch vor fünf Jahren. Es ist wie bei allem:
Die Menge macht das Gift.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim zukünftigen Eierlesen!
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Sonntag, 9. November 2008
Mit Sonne in den Händen durch die dunkle Jahreszeit.
foodcoach, 20:57h
Der November eignet sich generell ganz toll für viel Stress, zu wenig Lichtkonsum und Dinge, die unbedingt in diesem Jahr noch erledigt werden wollen.
Da bilde ich nie eine Ausnahme.
Aber allem zum Trotz habe ich mir angewöhnt, mich zu belohnen in solchen Zeiten. Und wenn ich morgen unter einer zugigen Bahnbrücke hindurch fahre, und von oben kommt ein Gruß einer Stadttaube, und von der Seite die Regenwelle eines LKWs, der die Pfütze dann doch noch geschafft hat, dann denke ich an das, was mich gleich zu Hause erwartet.
Ich rede hier von Soul-Food. Von Lebensmitteln mit Magie.
Da hat jeder ein anderes Rezept, ein anderes Lebensmittel, eine Suppe zum drauf schwören, oder einen Wein zum reinlegen. Ich für meinen Teil werde an solchen Tagen zur Feierabend-Italienerin. Von Haus aus nordisch werfe ich Schuhe und Tasche in die Ecke, drücke den Pavarotti auf PLAY und greife in meine Zauberkiste, in diesem Leben in Form eines Vorratsschranks. Und was lag die Tage dort griffbereit zum Kochen und Entkorken vor meinem gestressten Ich?
Wein und Prospektmaterial der Fattoria La Vialla.

Unter uns Eingeschworenen: Ich kenne diese Familie nicht. Aber bei der Flasche Chianti und nach dem Lesen des sehr liebevoll gestalteten Kataloges muss ich sagen: Ich hab die alle lieb, glauben Sie mir!
Und deswegen möchte ich das teilen.
Hier ist der Link zu La Vialla, und wenn man etwas nach unten schaut, dann ist da ein Button, wo man das kostenlose Prospekt anfordern kann.
Machen Sie das mal. Immerhin ist grad überall November, und wenn Sie das nicht überzeugt, dann möchten Sie vielleicht auch einfach mal so eine fremde Familie lieb haben. Oder noch einen kleinen, leider nicht von mir erlebten Reisebericht zu der Familie lesen. Und einen Chianti dazu trinken. Oder diese köstliche Pasta probieren. Kann man alles machen.
Und dann bei mir in den Kommentaren sagen, wie man das fand, nach einem Tag im Gewühl.
Haben Sie es warm!
Da bilde ich nie eine Ausnahme.
Aber allem zum Trotz habe ich mir angewöhnt, mich zu belohnen in solchen Zeiten. Und wenn ich morgen unter einer zugigen Bahnbrücke hindurch fahre, und von oben kommt ein Gruß einer Stadttaube, und von der Seite die Regenwelle eines LKWs, der die Pfütze dann doch noch geschafft hat, dann denke ich an das, was mich gleich zu Hause erwartet.
Ich rede hier von Soul-Food. Von Lebensmitteln mit Magie.
Da hat jeder ein anderes Rezept, ein anderes Lebensmittel, eine Suppe zum drauf schwören, oder einen Wein zum reinlegen. Ich für meinen Teil werde an solchen Tagen zur Feierabend-Italienerin. Von Haus aus nordisch werfe ich Schuhe und Tasche in die Ecke, drücke den Pavarotti auf PLAY und greife in meine Zauberkiste, in diesem Leben in Form eines Vorratsschranks. Und was lag die Tage dort griffbereit zum Kochen und Entkorken vor meinem gestressten Ich?
Wein und Prospektmaterial der Fattoria La Vialla.

Unter uns Eingeschworenen: Ich kenne diese Familie nicht. Aber bei der Flasche Chianti und nach dem Lesen des sehr liebevoll gestalteten Kataloges muss ich sagen: Ich hab die alle lieb, glauben Sie mir!
Und deswegen möchte ich das teilen.
Hier ist der Link zu La Vialla, und wenn man etwas nach unten schaut, dann ist da ein Button, wo man das kostenlose Prospekt anfordern kann.
Machen Sie das mal. Immerhin ist grad überall November, und wenn Sie das nicht überzeugt, dann möchten Sie vielleicht auch einfach mal so eine fremde Familie lieb haben. Oder noch einen kleinen, leider nicht von mir erlebten Reisebericht zu der Familie lesen. Und einen Chianti dazu trinken. Oder diese köstliche Pasta probieren. Kann man alles machen.
Und dann bei mir in den Kommentaren sagen, wie man das fand, nach einem Tag im Gewühl.
Haben Sie es warm!
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Montag, 27. Oktober 2008
Hallo!
foodcoach, 13:38h
Gut, Strom hat jetzt nur über zwei Ecken etwas mit gutem Essen zu tun, man braucht ihn zum kochen, aber die Werbung des Stromanbieters YELLO an sich schafft es auch nach oftmaligem sehen immer noch, mich zum lachen zu bringen. Und da jetzt zum Herbst hin die Marktverkäufer wieder bemützt sind, erinnern auch diese mich an die Werbung, und deswegen hier und für alle:
( Und da war auch er wieder, der Apfel.)
( Und da war auch er wieder, der Apfel.)
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Sonntag, 26. Oktober 2008
War die Martinsgans eine glückliche, einst?
foodcoach, 14:02h
Oder sportlich? Ist sie jemals im Sommer über einen Hof gerannt, oder hat sie das Tageslicht nie gesehen, dafür aber mehrfach pro Tag den Schlauch für die Mästung?
Ist vielleicht ihre Leber ihr eigentlicher Zweck gewesen, und der Rest vom Tier liegt jetzt im Supermarkt aus, oder in der Gaststätte an Rotkohl auf einem Teller?
Manchmal weiß man es nicht, aber man sollte nie einen Happen Gans essen, ohne sich genau das zu fragen.
Über die Geschmacksfrage, ob eine 'Foie Gras' (= fette Leber) tatsächlich eine Delikatesse ist, kann man sich genau so wild streiten, wie über ein Schafsauge. Ich sage Nein, bin aber nicht der Maßstab.
Um solch eine Stopfleber zu produzieren, muss einer ganz gewaltig leiden, und das ist die Gans, die um diese Leber herum ihr Dasein fristet.
Ich zitiere die Tierschutzorganisation Vier Pfoten:
(...)"Den Tieren wird täglich zwei bis drei Mal ein 50 cm langes Rohr durch den Schlund direkt in den Magen eingeführt. Zwangsfütterung, bewusst herbeigeführte Erkrankung der inneren Organe und Käfighaltung stellen den Alltag von Stopfenten und Stopfgänsen dar. Am Ende der Mastzeit ist ihre Leber so groß, dass sie kaum atmen oder sich bewegen können."
Der Rest der Gans kommt in den Handel, und da kann man als Gansesser immerhin noch eine Entscheidung treffen, die der Foie Gras-Anhänger nicht hat, weil ohne stopfen keine Stopfleber. Aber eine glückliche Keule geht gerade noch so klar.
Auf dieser Seite sind die EWG-Nummern der Tierzucht vermerkt und erklärt. Jedes Tier hat eine Herkunftskennung, und die geht so:
(...) "Die EWG-Nummer besteht aus der Länderkennung (z.B. HU = Ungarn, F = Frankreich, BE = Belgien) und einer Betriebsnummer. Manchmal findet sich noch der Zusatz EG oder EWG, der anzeigt, dass das Produkt aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft stammt, oder ein Kürzel, das für das Bundesland steht, in dem es produziert wurde.
Sie finden die EWG-Nummer meist in der Nähe des Mindesthaltbarkeits- datums. Sie besteht aus einem Oval mit einer Buchstaben- und Zahlenfolge. Oben sehen Sie ein Beispiel für Fleisch aus Ungarn ("HU-129-EK"). HU bezeichnet das Land, aus dem das Fleisch stammt - in diesem Fall Ungarn. 129 steht für den Betrieb, hier Merian-Szervíz, einem Stopfleberproduzenten. EK steht für Kühl- oder Gefrierhäuser."
Ganz unten auf der Seite findet sich eine aktuelle (17. Oktober 2008) Informationsliste der Stopfleberindustrie. Im Groben gilt: Deutschland und Polen produziert weitestgehend gut, die Gänse und ihre Teile aus Frankreich und Ungarn sollte man großflächig meiden.
Eine Liste mit den Dingen, die man tun kann gibt es mit einem Klick nach hier.
Wer schon immer der Meinung war, das Stopfleber verboten werden sollte, und eine Mail an Verantwortliche schicken wollte, kann das mit einem einfachen Klich hier tun, und der Rest, der Foie Gras super findet, bekommt die Rechnung eventuell dank der bösen Fette direkt an die Veneninnenwände gepappt.
Allen ein friedliches Martinsfest.
Auch den Gänsen.
(Und den Enten natürlich auch.)
Ist vielleicht ihre Leber ihr eigentlicher Zweck gewesen, und der Rest vom Tier liegt jetzt im Supermarkt aus, oder in der Gaststätte an Rotkohl auf einem Teller?
Manchmal weiß man es nicht, aber man sollte nie einen Happen Gans essen, ohne sich genau das zu fragen.
Über die Geschmacksfrage, ob eine 'Foie Gras' (= fette Leber) tatsächlich eine Delikatesse ist, kann man sich genau so wild streiten, wie über ein Schafsauge. Ich sage Nein, bin aber nicht der Maßstab.
Um solch eine Stopfleber zu produzieren, muss einer ganz gewaltig leiden, und das ist die Gans, die um diese Leber herum ihr Dasein fristet.
Ich zitiere die Tierschutzorganisation Vier Pfoten:
(...)"Den Tieren wird täglich zwei bis drei Mal ein 50 cm langes Rohr durch den Schlund direkt in den Magen eingeführt. Zwangsfütterung, bewusst herbeigeführte Erkrankung der inneren Organe und Käfighaltung stellen den Alltag von Stopfenten und Stopfgänsen dar. Am Ende der Mastzeit ist ihre Leber so groß, dass sie kaum atmen oder sich bewegen können."
Der Rest der Gans kommt in den Handel, und da kann man als Gansesser immerhin noch eine Entscheidung treffen, die der Foie Gras-Anhänger nicht hat, weil ohne stopfen keine Stopfleber. Aber eine glückliche Keule geht gerade noch so klar.
Auf dieser Seite sind die EWG-Nummern der Tierzucht vermerkt und erklärt. Jedes Tier hat eine Herkunftskennung, und die geht so:
(...) "Die EWG-Nummer besteht aus der Länderkennung (z.B. HU = Ungarn, F = Frankreich, BE = Belgien) und einer Betriebsnummer. Manchmal findet sich noch der Zusatz EG oder EWG, der anzeigt, dass das Produkt aus der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft stammt, oder ein Kürzel, das für das Bundesland steht, in dem es produziert wurde.
Sie finden die EWG-Nummer meist in der Nähe des Mindesthaltbarkeits- datums. Sie besteht aus einem Oval mit einer Buchstaben- und Zahlenfolge. Oben sehen Sie ein Beispiel für Fleisch aus Ungarn ("HU-129-EK"). HU bezeichnet das Land, aus dem das Fleisch stammt - in diesem Fall Ungarn. 129 steht für den Betrieb, hier Merian-Szervíz, einem Stopfleberproduzenten. EK steht für Kühl- oder Gefrierhäuser."
Ganz unten auf der Seite findet sich eine aktuelle (17. Oktober 2008) Informationsliste der Stopfleberindustrie. Im Groben gilt: Deutschland und Polen produziert weitestgehend gut, die Gänse und ihre Teile aus Frankreich und Ungarn sollte man großflächig meiden.
Eine Liste mit den Dingen, die man tun kann gibt es mit einem Klick nach hier.
Wer schon immer der Meinung war, das Stopfleber verboten werden sollte, und eine Mail an Verantwortliche schicken wollte, kann das mit einem einfachen Klich hier tun, und der Rest, der Foie Gras super findet, bekommt die Rechnung eventuell dank der bösen Fette direkt an die Veneninnenwände gepappt.
Allen ein friedliches Martinsfest.
Auch den Gänsen.
(Und den Enten natürlich auch.)
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Donnerstag, 23. Oktober 2008
Das Steak des kleinen Mannes - die Currywurst!
foodcoach, 18:26h
Neulich durfte ich meinem liebsten britischen Reporter Brian Melican von Lost in Deutschland wieder einmal essend Rede und Antwort stehen.
Das Thema diesmal sehr lecker, es geht um die gute, schmackige Currywurst. Nichts anderes kann einen Currywurstappetit stillen, hat er sich erst einmal eingeschlichen. Nur die kleine Pappschale mit der geschnittenen Wurst und der roten, würzigen Sauce auf der Hand bringt Ruhe in die Lustzentren des Hirns.
Gerade an den ersten kühlen Tagen im Herbst kann man die länger werdenden Schlangen bei den städtischen Currywurstbuden beobachten. Curry wärmt, bringt den Kreislauf in Schwung und lässt das Launebarometer einen Zacken nach oben schnellen.
Nur das mit der Potenzsteigerung, aber seht selbst:
Ich muss natürlich darauf hinweisen, dass eine Currywurst schon ein kleines Kalorienpaket ist.
100 Gramm Bratwurst aus Schweinefleisch haben im Durchschnitt 300 kCal und je nach Wurstqualität 30-50% Fettanteil.
Möchte man seine Hüfte schonen, kann man die Wurst 'einfach' bestellen, und lässt das Brötchen oder die Pommes Frites als Beilage weg.
Es geht schließlich, wie so oft, um die Wurst!
Das Thema diesmal sehr lecker, es geht um die gute, schmackige Currywurst. Nichts anderes kann einen Currywurstappetit stillen, hat er sich erst einmal eingeschlichen. Nur die kleine Pappschale mit der geschnittenen Wurst und der roten, würzigen Sauce auf der Hand bringt Ruhe in die Lustzentren des Hirns.
Gerade an den ersten kühlen Tagen im Herbst kann man die länger werdenden Schlangen bei den städtischen Currywurstbuden beobachten. Curry wärmt, bringt den Kreislauf in Schwung und lässt das Launebarometer einen Zacken nach oben schnellen.
Nur das mit der Potenzsteigerung, aber seht selbst:
Lost in Deutschland – 11 - Currywurst
Ich muss natürlich darauf hinweisen, dass eine Currywurst schon ein kleines Kalorienpaket ist.
100 Gramm Bratwurst aus Schweinefleisch haben im Durchschnitt 300 kCal und je nach Wurstqualität 30-50% Fettanteil.
Möchte man seine Hüfte schonen, kann man die Wurst 'einfach' bestellen, und lässt das Brötchen oder die Pommes Frites als Beilage weg.
Es geht schließlich, wie so oft, um die Wurst!
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Donnerstag, 9. Oktober 2008
An jedem Anfang steht ein Apfel.
foodcoach, 16:58h
So in etwa könnte man doch ein neues Blog beginnen, also mit einem Fuß in der Bibel, und mit dem anderen im saisonalen Obstkorb.
Beginne ich also mit dem Apfel, der seine nicht vorhandenen Beine in sämtlichen Türen stecken hat.
Die Frucht der Erkenntnis, als weltallererstes und an sich gering gewichtiges Beispiel, welches Adam dankend entgegen nahm.
Oder im Volksmund 'One apple a day keeps the doctor away.' In der Welt der Doppelmoral und des 2. Avatars "Second Life" gibt es eine eigene Insel für die Gattung Mensch, die gerne auf Rechner einhackt, die einen angebissenen Apfel als phantastisch funktionierendes Markenzeichen führen, und auch Wilhelm Tell erschießt den Apfel statt den Sohn. Eine Frucht der Gattung Rosengewächs, die viele Gesichter, Namen und Geschichten mit sich trägt, und ein ganzer Sack davon wurde mir letzten Samstag auf dem Wochenmarkt vor die herbstlich kühle Nase gehalten.
"Drei Kilo Elstar für nur zwei Mack Fuffzich" schreit mir die alte Marktdame zu, und ich eher halbherzig "Frische Ernte, oder was?", worauf ich ein Schnauben und zwei hochgezogene Augenbrauen als Antwort bekam.
"Voll mit ihre Fittamine, Sie." bekam ich grad noch mit, und so packte ich die gesunden Bomben in gelb/rot noch mit auf meine Einkäufe.
Nun ist das ja so, dass sich solche Sachen oftmals zu Hause als Fehlgriff erweisen. Die Kartoffeln zur Hälfte oll, die Äpfel nicht knackig, sondern mehlig ab dem ersten Biss und von den strohigen Mandarinen fange ich erst gegen Dezember an.
Zu Hause also kurzes beäugen der Apfelpracht, abwischen mit dem Leinentuch, und ein beherzter Biss in Apfel Nummer eins.
Dem folgten am selben Tag Apfel Nummer 2 - 4, danach machte ich Zwangsschluß aus 'Gründen' die ich an dieser Stelle auslasse.
Köstlich, fest und: randvoll mit Vitaminen, und das erkennt man ganz einfach. Ich erkläre es mit Hilfe einer kleinen Bildreihe, die ich mit genau diesen Äpfeln heute hergestellt habe. Als Assistent stand mir der kleine Pelzmatrose Hugo zur Seite, der sich vor der Ziehung vom 1a-Zustand der Äpfel ein eigenes Bild machte, über das er im Anschluss nicht reden mochte.
Zwei Äpfel der Sorte Elstar, die ihren Zuchtursprung in den Niederlanden haben und mir als Vitaminbombe verkauft wurden. Das will ich natürlich sehen.
Eine einfache Methode, bei Äpfeln wie Kartoffeln (als zwei kleine Beispiele) den Vitamin C-Gehalt der Frucht nachzusehen ist sehr simpel: Man schneidet die Frucht an und sieht zu, wie und ab wann sie sich braun verfärbt. Vitamin C oder Ascorbinsäure ist ein bekanntes Konservierungsmittel und wo fängt dieses am besten an als in seiner Ursprungsform?
Ich nehme also meine zwei Äpfel,
schneide sie an
und lasse sie liegen.
Nach einer Stunde gehe ich zurück in die Küche und sehe nach, und siehe da:
sie zeigen keine nennenswerte Verfärbung.
Nach einer gängigen Spielfilmlänge von neunzig Minuten
der zweite Hingucker,
eine geringe Verfärbung, die meinem Appetit nicht ansatzweise abbricht. Ich warte noch exakt eine halbe Stunde mehr, mache eine Farbphotographie
und esse im Anschluss mein komplettes Experiment in einem Rutsch und mit sehr viel Genuss einfach so auf.
Fazit: Meine stets maulfaule Bäuerin hat mich nicht geneppt, die hauseigenen Äpfel sind tatsächlich randvoll mit Vitamin C, ansonsten hätten sie sich relativ schnell in ein für unseren Standard relativ unappetitliches braun verfärbt und wären eher für einen Apfelkuchen geeignet gewesen.
Deswegen: Ein Hoch, einen Apfel und ein 'Tagchen' auf den Apfel, meine Bäuerin und mein neues Blog, in dem hoffentlich mit viel Muße und Muse ein buntes Potpourri an, ähm, Dingen mit und über das Beste neben anderen Dingen, das Essen, entstehen wird.
Bitte, machen Sie es nach, zu Hause oder im Büro. Beißen Sie hinein in den Apfel, in die rohe Kartoffel und lassen Sie liegen, was Ihnen eine Antwort geben soll.
Sie werden schon sehen!
Guten Appetit wünscht,
ihr Foodcoach.
Beginne ich also mit dem Apfel, der seine nicht vorhandenen Beine in sämtlichen Türen stecken hat.
Die Frucht der Erkenntnis, als weltallererstes und an sich gering gewichtiges Beispiel, welches Adam dankend entgegen nahm.
Oder im Volksmund 'One apple a day keeps the doctor away.' In der Welt der Doppelmoral und des 2. Avatars "Second Life" gibt es eine eigene Insel für die Gattung Mensch, die gerne auf Rechner einhackt, die einen angebissenen Apfel als phantastisch funktionierendes Markenzeichen führen, und auch Wilhelm Tell erschießt den Apfel statt den Sohn. Eine Frucht der Gattung Rosengewächs, die viele Gesichter, Namen und Geschichten mit sich trägt, und ein ganzer Sack davon wurde mir letzten Samstag auf dem Wochenmarkt vor die herbstlich kühle Nase gehalten.
"Drei Kilo Elstar für nur zwei Mack Fuffzich" schreit mir die alte Marktdame zu, und ich eher halbherzig "Frische Ernte, oder was?", worauf ich ein Schnauben und zwei hochgezogene Augenbrauen als Antwort bekam.
"Voll mit ihre Fittamine, Sie." bekam ich grad noch mit, und so packte ich die gesunden Bomben in gelb/rot noch mit auf meine Einkäufe.
Nun ist das ja so, dass sich solche Sachen oftmals zu Hause als Fehlgriff erweisen. Die Kartoffeln zur Hälfte oll, die Äpfel nicht knackig, sondern mehlig ab dem ersten Biss und von den strohigen Mandarinen fange ich erst gegen Dezember an.
Zu Hause also kurzes beäugen der Apfelpracht, abwischen mit dem Leinentuch, und ein beherzter Biss in Apfel Nummer eins.
Dem folgten am selben Tag Apfel Nummer 2 - 4, danach machte ich Zwangsschluß aus 'Gründen' die ich an dieser Stelle auslasse.
Köstlich, fest und: randvoll mit Vitaminen, und das erkennt man ganz einfach. Ich erkläre es mit Hilfe einer kleinen Bildreihe, die ich mit genau diesen Äpfeln heute hergestellt habe. Als Assistent stand mir der kleine Pelzmatrose Hugo zur Seite, der sich vor der Ziehung vom 1a-Zustand der Äpfel ein eigenes Bild machte, über das er im Anschluss nicht reden mochte.
Zwei Äpfel der Sorte Elstar, die ihren Zuchtursprung in den Niederlanden haben und mir als Vitaminbombe verkauft wurden. Das will ich natürlich sehen.
Eine einfache Methode, bei Äpfeln wie Kartoffeln (als zwei kleine Beispiele) den Vitamin C-Gehalt der Frucht nachzusehen ist sehr simpel: Man schneidet die Frucht an und sieht zu, wie und ab wann sie sich braun verfärbt. Vitamin C oder Ascorbinsäure ist ein bekanntes Konservierungsmittel und wo fängt dieses am besten an als in seiner Ursprungsform?
Ich nehme also meine zwei Äpfel,
schneide sie an
und lasse sie liegen.
Nach einer Stunde gehe ich zurück in die Küche und sehe nach, und siehe da:
sie zeigen keine nennenswerte Verfärbung.
Nach einer gängigen Spielfilmlänge von neunzig Minuten
der zweite Hingucker,
eine geringe Verfärbung, die meinem Appetit nicht ansatzweise abbricht. Ich warte noch exakt eine halbe Stunde mehr, mache eine Farbphotographie
und esse im Anschluss mein komplettes Experiment in einem Rutsch und mit sehr viel Genuss einfach so auf.
Fazit: Meine stets maulfaule Bäuerin hat mich nicht geneppt, die hauseigenen Äpfel sind tatsächlich randvoll mit Vitamin C, ansonsten hätten sie sich relativ schnell in ein für unseren Standard relativ unappetitliches braun verfärbt und wären eher für einen Apfelkuchen geeignet gewesen.
Deswegen: Ein Hoch, einen Apfel und ein 'Tagchen' auf den Apfel, meine Bäuerin und mein neues Blog, in dem hoffentlich mit viel Muße und Muse ein buntes Potpourri an, ähm, Dingen mit und über das Beste neben anderen Dingen, das Essen, entstehen wird.
Bitte, machen Sie es nach, zu Hause oder im Büro. Beißen Sie hinein in den Apfel, in die rohe Kartoffel und lassen Sie liegen, was Ihnen eine Antwort geben soll.
Sie werden schon sehen!
Guten Appetit wünscht,
ihr Foodcoach.
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