Freitag, 8. Juli 2011
Yoga for Wine Lovers

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Mittwoch, 18. August 2010
Wein im Alltagstest #1
"Kauf Dir mal einen von Rossmann, die haben gute Alltagsweine!" meinte neulich einer zu mir, der Ahnung von Wein hat. Das merke ich mir natürlich, für gute Alltagsweine (meine Lieblingskategorie) bin ich immer offen. Leider war der Tipp an sich nicht im Repertoire meiner nahe gelegenen Filiale, also nahm ich zwei andere Flaschen mit.

Das mit den Weinbezeichnungen ist bei Rossmann liebevoller gemacht als in manchem Supermarkt, und so probierte ich etwas Neues, und griff mir zwei Flaschen rein nach Beschreibung, nicht nur nach Preis, Etikett und Appetit.

17aug2010

Der Erste Wein versprach folgendes
Produktbeschreibung O-Ton
Welch eine Finesse und Eleganz aus dem Salento: Herrlich saftiges Fruchtbouquet mit feinen Röstnoten. Die Aromen von Pflaumen und Brombeeren in Kombination mit südländischen Kräutern prägen diesen Wein mit seiner enormen Kraft und nicht enden wollenden Länge.

Die Flasche von hinten sagt
Dieser intensive Rotwein mit violetten Reflexen aus den Rebsorten Sangiovese, Malvasia, Nera und Aglianico stammt aus der Taranto Region im Südosten Italiens. Herrliche Aromen vollreifer roter Früchte dominieren in der Nase. Seine erfrischende körperreiche Frucht, die harmonische komplexe Struktur und da seidige Tannin verleiht ihm Länge und Bekömmlichkeit. Als idealer Begleiter zur italienischen Küche empfiehlt er sich zu Antipasti, Tomatenvorspeisen, Risotto und gegrilltem Fleisch. Salute.

Eckdaten:
* Name: "Senso" Rosso Salento
* Jahrgang: 2008
* Land: Italien
* Region: Apulien, Salento
* Klassifikation: Indicazione Geografica Tipica (I.G.T.)
* Rebsorten: Sangiovese, Malvasia Nera und Aglianico
* Geschmack: trocken
* Alkoholgehalt: 13,5 %
* Trinktemperatur: 16-18 °C
* Lagerempfehlung bis ca. 2012
* Passt zu: Antipasti, Tomatenvorspeisen, Risotto,gegrilltem Fleisch

Preis
EUR 4,49

Degustationsnotiz 17. August 2010
Flasche freudig geöffnet, totales Rotweinböckchen vorhanden. Gummikorken roch nach Gummikorken. Schnell verdrängt und in die gelbe Tonne entsorgt. Dann Wein in das tiefe Lieblingsglas geschenkt. Versucht, geduldig abzuwarten, dann erste Nase genommen.
Erste Nase sehr sprittig. Rotweinböckchen rannte in nahe liegenden Wald.
Kurz stehen lassen, dann zweite Nase probiert. Immer noch streng, aber besser. Erster Schluck bestätigt die Nase:
Starke Alkoholnote, kaum Frucht, flach und unter drei Sekunden weg. Was dafür lange bleibt ist der sprittige Eindruck. Temperatur geprüft, 16 Grad, also in Ordnung.

Da ich Weine erst komplett beurteile, wenn ich mind. 500 ml davon getrunken habe, gab ich mir über den Abend verteilt ein wenig Mühe. Spaß geht anders. Der Wein veränderte sich kaum, seinen Geschmack würde ich am ehesten mit Mon Cherie-Kirsche und einen Touch Eisbonbon beschreiben. Würze, Röstnoten und körperreife Frucht glänzten mit Abwesenheit. Mir schwante, dass dies ein Weck-Wein ist, also einer, der einen mitten in der Nacht aufweckt und vom ruhigen Schlaf abhält.
Dem war nicht so, aber die kleinen, dicken Augen am folgenden Morgen gehen komplett auf seine Kappe.

Fazit
Dieser Wein ist kein Genuß, und mit diesem Preis leider völlig überteuert.

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